Rund um die Serie

Gastauftritt in Folge 592 | Interview mit Ruth Moschner : "Als Fischverkäuferin braucht man nicht so viel Farbe im Gesicht"

Mit viel Humor und Leidenschaft spielt Moderatorin und Autorin Ruth Moschner bei "In aller Freundschaft" eine Fischverkäuferin. Im Interview verrät sie, wen sie "zum Klauen niedlich" fand, warum sie Probleme mit abgeklebten Schuhen hatte und dass sie angenehm kurz geschminkt wurde ...

Ruth Moschner bei IAF

Worum geht's in der Folge "Berührungsangst", in der Sie dabei sind?

Ich spiele die Fischverkäuferin Maja Jäger, eine ambitionierte Frau mit klaren Vorstellungen. Sie hat nur ein Problem: Sie ist wahnsinnig in den Chef des Fischladens, den sie beliefert, verliebt. Der will aber - so denkt sie - nichts von ihr wissen. Dafür baggert sie ihr Kollege ständig an. Vom Typ her einer, vor dem die Muttis eher warnen. Und dann passiert auch noch ein Unglück und Maja weiß gar nicht mehr, wie es weitergehen soll ...

Wie kam es zu Ihrem Gastauftritt?

Ich fand das Drehbuch sehr spannend, musste aber nach dem ersten Durchlesen herzlich lachen, weil wir nach dem ersten Zusammentreffen mit den Produzenten eigentlich was völlig anderes geplant hatten! Aber ich liebe es, wenn ich mal schauspielern darf, bodenständige Typen verkörpern kann, die das Herz am rechten Fleck haben. Und dann habe ich gesehen, wer meine beiden Spielpartner sind, ein Traum! Pierre Kiwitt und André Röhner, zwei Oberschnuckel - da waren meine Freundinnen sogar ein bisschen neidisch. Welche Frau kann schon von sich behaupten, dass diese beiden sich um einen streiten? Naja, zumindest haben sie es für Geld und Gage überzeugend vorgetäuscht ...

Stress oder Spaß - wie war die Atmosphäre am Set?

Wir haben uns prima verstanden und viel gelacht. Beim Drehen passiert ja doch auch viel Unfreiwilliges. Zum Beispiel hatte ich an einem Tag mit meinen Schuhen zu kämpfen. Die wurden wegen der Lautstärke abgeklebt und wurden so rutschig, dass es mich fast jedes Mal beim Laufen auf den Hintern gelegt hat. Und das in den dramatischsten Szenen! Ich vermute auch, dass der Regisseur die Knutschszenen extra oft wiederholt und in die Länge gezogen hat, um uns zu veräppeln. Ja, es wird geknutscht, aber mit wem verrate ich natürlich nicht! Ich muss auch sagen, dass das Team vor und auch hinter der Kamera von "In aller Freundschaft" ganz toll war. Wenn man "die Neue" ist, ist das ja immer so ein bisschen wie erster Schultag. Aber alle Mitarbeiter haben es mir ganz leicht gemacht und großzügig über meine Fehler hinweggesehen. Ich durfte mit Jutta Kammann arbeiten. Die ist ja zum Klauen niedlich. Und mit Thomas Rühmann habe ich so herzlich gelacht. Dieser Mann hat eine Komik, ohne auch nur etwas zu sagen. Alleine durch seine Mimik hat er mich zum Lachen gebracht, aber wie! Herrlich! Diese Blicke werde ich nicht so schnell vergessen.

Fischverkäuferin - für eine junge Schauspielerin eher keine Traumrolle - oder?

Ich finde den Typ "hand- und bodenfest" ganz toll und wenn ich nicht vor der Kamera gelandet wäre, wäre ich sicher in einem Beruf, wo man zupacken muss. Mein Traum war ja mal, Chirurgin zu werden. Da darf man auch wenig zimperlich sein. Daher war das schon o.k., die Kisten zu schleppen und die Fische zu sortieren. Allerdings hatte ich natürlich am nächsten Tag schon Muskelkater. Immerhin mussten die Einstellungen ja mehrfach gedreht werden, damit es am Ende dann formschön zusammengeschnitten werden kann. Und so 'ne Fischkiste voll Eis und dicken Fischen wiegt ja schon ein paar Kilos. Wir hatten übrigens alle während des Drehs im Fischladen großen Appetit, das sah alles so lecker aus. Aber man darf ja leider keine Requisiten essen. Praktisch war übrigens auch die kurze Maskenzeit. Als Fischverkäuferin braucht man ja nicht soviel Farbe im Gesicht: Statt nach den üblichen 60 Minuten waren wir schon nach 15 fertig. Da soll nochmal einer sagen, wir Frauen brauchen so lange ...

Welche Beziehung haben Sie denn privat zu Krankenhäusern?

Da ich selbst mal Chirurgin werden wollte, finde ich sowas eher spannend. Ich durfte sogar schon mal in meiner Zeit als Reporterin an einer Gehirntumor-OP teilnehmen. Natürlich hatte ich Sorge, dass mir schlecht wird - war aber nicht so, es war wirklich spannend. Ich durfte auch schon mehrfach Spritzen geben. Ich kann Ihnen sagen, das ist besser, als welche zu bekommen!

Zuletzt aktualisiert: 19. Februar 2013, 14:25 Uhr

Sympathisch und schlagfertig: Ruth Moschner

Ihre freche, sympathische Art hat sie zum Star der "Freitag Nacht News" gemacht: Ruth Moschner. Doch die quirlige "Riverboat"-Moderatorin, die am 11. April 1976 in München geboren wurde, ist auch als Buchautorin erfolgreich. Mit Romanen und kreativen Kochbüchern bleibt sie ihrer humorvollen Art treu und sorgt für viele Schmunzler.