Massentierhaltung von Schweinen
Bildrechte: Colourbox

exakt aktuell | 11.10.2017 Missstände im Stall gefilmt - Freispruch für Tierschützer

Vor dem Landgericht Magdeburg sind zwei Männer und eine Frau freigesprochen worden, die Ende Juni 2013 in einen Schweinestall eingedrungen waren. In der Tierzuchtanlage filmten sie, um die schlechten Haltungsbedingungen zu dokumentieren.

Massentierhaltung von Schweinen
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Drei Tierschützer, die in einen Schweinestall eingedrungen waren und Missstände gefilmt hatten, bleiben nach einer Entscheidung des Landgerichts Magdeburg straffrei. Damit bestätigen die Richter ein Urteil des Amtsgerichts Haldensleben vor vor einem Jahr. Den Beschuldigten, zwei Männer und eine Frau, war Hausfriedensbruch vorgeworfen worden. Und bereits damals hatte das Gericht eine Verurteilung abgelehnt und eine Berufung der Staatsanwaltschaft Magdeburg verworfen.

Der Vorsitzende Richter am Landgericht Magdeburg, Ulf Majstrak, sagte am Mittwoch, die Angeklagten hätten das Tierwohl zum Ziel gehabt. Dies sei in Gefahr gewesen. "Sie haben genau das getan, was nötig war und was als mildestes Mittel zur Verfügung stand", sagte Majstrak. Wenn staatliche Organe ihre Arbeit nicht so machten, wie es sein sollte, sei das Eingreifen der Bürger nötig.

Die beiden Männer und eine Frau waren im Sommer 2013 in die Tierzuchtanlage im Ortsteil Sandbeiendorf in der Gemeinde Burgstall (Sachsen-Anhalt) eingedrungen, um dort die Haltungsbedingungen zu filmen. In der Anlage mit mehr als 60.000 Tieren waren unter anderem Kastenstände deutlich kleiner als gesetzlich vorgeschrieben.

Über das teils umstrittene Vorgehen von Tierschützern hatte auch exakt berichtet:

Zuletzt aktualisiert: 11. Oktober 2017, 12:46 Uhr