Zwei Männer halten sich an den Händen
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exakt aktuell | 06.07.2017 Umstrittener Verein soll von Jugendhilfe ausgeschlossen werden

Ein Jugendhilfe-Verein, der Geld vom Landkreis Mansfeld-Südharz erhält, soll auch Seminare zur angeblichen Heilung von Homosexualität angeboten haben. Eine erste Initiative,  den Leo e.V. von der Jugendhilfearbeit auszuschließen, scheiterte. Nun gibt es einen neuen Versuch.

Zwei Männer halten sich an den Händen
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Zwei Jahre Therapie und dann nicht mehr schwul? Diese Auffassung vertritt ein Arzt aus Dresden und unterbreitet entsprechende Angebote zur Behandlung der angeblichen Krankheit, wie exakt berichtete. Dieser Arzt ist auch Vorstand im Leo e. V. (Verein für Lebensorientierung) im Landkreis Mansfeld-Südharz. Der Verein soll Wochenseminare zum selben Thema im sachsen-anhaltischen Bennungen anbieten bzw. angeboten haben.

Über diese Vorwürfe hat exakt bereits berichtet. Auch darüber, dass ein erster Versuch, dem Verein die finanzielle Unterstützung durch den Landkreis im Frühjahr 2014 zu entziehen,  schließlich vor dem Landgericht Halle scheiterte. Leo e. V. ist auch in der Kinder- und Jugendhilfe aktiv. Dafür bekommt der Verein Geld vom Landkreis.

Nun startet man  einen neuen Versuch. Das Jugendamt hat den Vereinsverantwortlichen einen Fragenkatalog geschickt, die deren Einstellung zur Homosexualität klären soll. So will der Jugendhilfeausschuss prüfen, ob Leo e. V. aus der freien Trägerschaft in der Jugendhilfe ausgeschlossen werden kann.

Der exakt-Beitrag zum Thema:

Homoheiler
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Zuletzt aktualisiert: 17. Juli 2017, 15:06 Uhr