Weihnachtsbäume
Weihnachtsbaumplantage bei Triptis: Rund 7 Jahre braucht ein Weihnachtsbaum bis er zur Ernte bereit steht. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

exakt | 06.12.2017 Hochsaison im Weihnachtsbaumgeschäft

Ob Blaufichte, Edeltanne, Nordmanntanne oder Kiefer – ohne Weihnachtsbaum geht’s nicht. Und die meisten lieben ihn echt: Knapp 30 Millionen Bäume wurden im letzten Jahr in Deutschland verkauft.

Weihnachtsbäume
Weihnachtsbaumplantage bei Triptis: Rund 7 Jahre braucht ein Weihnachtsbaum bis er zur Ernte bereit steht. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Grün, soweit das Auge reicht – eine Weihnachtsbaumplantage in Ostthüringen. Tausende Nadelbäume wachsen auf 40 Hektar Fläche auf dem Tannenhof Passen bei Triptis. Hier werden gerade Weihnachtsbäume im Akkord gefällt. Chef Bernd Passen ist Anfang 60, er stammt aus dem Ruhrgebiet – das Baumgeschäft ist bei ihm Familientradition. Kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges begann seine Mutter mit dem Baumanbau.

Mindestens sieben Jahre müssen die Bäume  wachsen, um dann für wenige Wochen in den Wohnzimmern zu strahlen. 13.000 Bäume sollen auf dem Tannenhof  Passen in dieser Saison geerntet werden – sieben Leute sind damit beschäftigt. Das ist knallharte Kalkulation. „Wenn wir hundert Mitarbeiter hätten, dann würde der Baum 234 Euro kosten“, sagt Bernd Passen.

Weihnachtsbäume
exakt-Reporter Alexander Ihme übt sich im Fällen. Leicht ist das nicht. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Das Fällen ist ein Knochenjob. Und gleichzeitig ist der Anspruch an die Nadelgewächse hoch: Symmetrisch, volle Äste – so sieht der Idealbaum aus. Doch nicht immer wächst er von alleine so. „Ein Baum sollte aussehen wie ein künstlicher, aber dennoch ein Naturprodukt sein. Das beißt sich manchmal ein bisschen“, sagt Kay Ronneberg, verantwortlich für den Verkauf der Bäume. Deshalb wird über die Jahre nachgeholfen. Zum Beispiel mit einem Plastikteil, das die Äste in die gewünschte Position wachsen lässt – ein Zweigregulierer, wie Bernd Passen erklärt.

Nach der Ernte werden die Bäume in Netze verpackt, auf Paletten gestapelt und zum Verkauf transportiert. Die im Tannenhof angebauten Exemplare decken längst nicht den  Bedarf: Die Firma betreibt 75 Verkaufsstellen an Supermärkten. Und die verlangen mehr Bäume. Deshalb wird aus Ungarn, Tschechien und Dänemark importiert. Zwischen 20 und 30 Euro kostet das Stück, die Nachfrage ist groß. Rund 100 Bäume gehen pro Tag an einer Verkaufsstelle raus.

Über dieses Thema berichtet exakt auch im:
Fernsehen | 06.12.2017 | 20:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2017, 16:44 Uhr

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