Fahrradproduktion bei Mifa.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

exakt aktuell | 03.07.2017 Hoffnung für Mifa

Fahrradproduktion bei Mifa.
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Für den insolventen Fahrradhersteller Mifa gibt es einen potenziellen Retter. Der Investor Stefan Zubcic aus Coburg ist daran interessiert, das Traditionsunternehmen aus Sangerhausen zu übernehmen. Das hat der Insolvenzverwalter Lucas Flöther am Montag bekannt gegeben. Die Verhandlungen seien weit fortgeschritten.

Zubcic hat sich mit seiner Sachsenring-Gruppe auf die Übernahme und den Neuaufbau insolventer Unternehmen spezialisiert. Der Manager hat unter anderem bereits den früheren Hersteller der DDR-Automarke "Trabant" gerettet.

"Ich bin der festen Überzeugung, dass es möglich ist, die Mifa wieder profitabel zu bekommen", sagt der Unternehmer. Allerdings müsse der Fahrradhersteller dafür "gesundschrumpfen", am Preis-Leistungs-Verhältnis und an der Liefer-Performance arbeiten. Beim Personal sei das Schrumpfen bereits vollzogen, alle verbliebenen 130 Mitarbeiter sollten übernommen werden.

Zudem plant Zubcic im Falle einer Mifa-Rettung, in die alten Werkshallen in Sangerhausen zurückzukehren. In den kommenden Wochen seien jedoch noch einige Details zu klären. Mifa hatte Anfang des Jahres zum zweiten Mal in zweieinhalb Jahren Insolvenz angemeldet. Seitdem sucht Flöther einen Investor.

exakt hat bereits mehrfach über den Fahrradhersteller berichtet:

MIFA-Fertigungshalle
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Zuletzt aktualisiert: 03. Juli 2017, 15:49 Uhr