Auf einem Pflahl aufgespießter Schweinekadaver
Bildrechte: Jana Merkel/MDR

Aktuell | 30.05.2017 Schweine-Reste auf geplantem Moscheegelände entdeckt

Auf einem Pflahl aufgespießter Schweinekadaver
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Wieder hat es eine islamfeindliche Aktion in Erfurt-Marbach gegeben. Am Montag waren auf dem Baugelände für die geplante Moschee auf Holzpfählen aufgespießte Schweine-Reste entdeckt worden, darunter Schädelteile und Innereien.

Dem Grad der Verwesung nach zu urteilen lagen sie bereits einige Tagen auf der von der Straße schlecht einsehbaren Fläche in einem Gewerbegebiet, vermutet Mohammad Suleman Malik, Sprecher der Gemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat.

"Wir finden es sehr traurig, dass sich Menschen auf eine solche Ebene begeben", sagte Malik und rief gleichzeitig seine Gemeinde zur Besonnenheit auf. Man habe Anzeige gegen Unbekannt gestellt. Der Sprecher der Gemeinde machte zumindest indirekt die AfD für den Anschlag mitverantwortlich. Die Partei vergifte mit ihren Aktionen das Klima in der Stadt; so etwas käme dann dabei heraus, erklärte Malik.

Moschee-Gegner hatten zuletzt Anfang März für Unruhe in Marbach gesorgt. exakt berichtete schon vor Monaten über die aufgeheizte Stimmung in Erfurt-Marbach, die vor allem der Ahmadiyya-Gemeinde entgegenschlägt.

Hier können Sie sich den Bericht vom 25.05.2016 noch einmal ansehen.

Moscheen-Streit
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In Erfurt soll die erste Moschee Thüringens entstehen. Obwohl es bisher nur eine Bauvoranfrage gibt, wird schon heftig diskutiert. Warum eigentlich?

03:58 min

http://www.mdr.de/investigativ/rueckblick/exakt/video-109936.html

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Zuletzt aktualisiert: 15. Juni 2017, 14:23 Uhr