Menschen laufen vor einem Neubaublock mit Gerüsten.
Bildrechte: MDR/Friederike Schicht

Aktuell | 06.06.2017 Mieterbund urteilt: "insgesamt unbefriedigend"

Steigende Mieten in den Großstädten und zu wenig Wohnungsneubau - das kritisiert der Deutsche Mieterbund (DMB). Die Bilanz der ablaufenden Wahlperiode sei "insgesamt unbefriedigend", sagte DMB-Präsident Franz-Georg Rips am Dienstag in Berlin.

Menschen laufen vor einem Neubaublock mit Gerüsten.
Bildrechte: MDR/Friederike Schicht

Der Mieterbund stellt der Bundesregierung ein schlechtes Zeugnis aus. Die 2015 eingeführte Mietpreisbremse sei gut gemeint gewesen, funktioniere aber nicht. Die Wiedervermietungsmieten in den Großstädten hätten 2016 um 6,3 Prozent zugelegt und damit noch stärker als zuvor. Außerdem fehlen in Deutschland rund eine Million Wohnungen.

Forderung: Mehr bezahlbare Wohnungen

Notwendig sei der Bau von mindestens 140.000 Mietwohnungen jedes Jahr (rund 53.000 im Jahr 2016). Der Staat solle dafür die Steuervorteile durch bessere Abschreibungsbedingungen erhöhen, fordert der DMB. Der Neubau bezahlbarer Mietwohnungen mit Mietobergrenzen müsse steuerlich oder per Investitionszulage gefördert werden. Die vom Bund beschlossene Verdreifachung der Fördermittel für den sozialen Wohnungsbau auf 1,5 Milliarden Euro im Jahr 2017 reiche nicht aus. Mindestens drei Milliarden Euro seien notwendig.

exakt - DIE STORY berichtete in einer Reportage am 3. Mai über das Problem bezahlbaren Wohnraum zu finden:

Zuletzt aktualisiert: 06. Juni 2017, 15:56 Uhr