Vier angeklagten Männer haben im Amtsgericht in Kamenz neben ihren Anwälten ihre Plätze eingenommen
Die vier Männer sitzen als Angeklagte im Gericht. Der Prozess gegen sie wurde anschließend nach nur vier Stunden eingestellt. Bildrechte: dpa

exakt aktuell | 05.05.2017 Fall Arnsdorf: Verdächtiger im Visier

Vier angeklagten Männer haben im Amtsgericht in Kamenz neben ihren Anwälten ihre Plätze eingenommen
Die vier Männer sitzen als Angeklagte im Gericht. Der Prozess gegen sie wurde anschließend nach nur vier Stunden eingestellt. Bildrechte: dpa

Die Ermittlungen im Fall Arnsdorf konzentrieren sich auf einen Mann aus Dresden. Bei dem 48-Jährigen hat es am Mittwoch eine Wohnungsdurchsuchung gegeben, bei der Speichermedien beschlagnahmt wurden.

Details wollte die Staatsanwaltschaft Görlitz am Freitag nicht nennen. "Wir erhoffen uns von der Auswertung weitere Erkenntnisse", hieß es lediglich. Dem Mann werde vorgeworfen, "Bedrohungsschreiben gegen Staatsanwälte" verfasst zu haben. In einer Vernehmung habe er sich nicht dazu geäußert.

Der Fall Arnsdorf dreht sich inzwischen nicht mehr allein um jene vier Männer, die im Mai 2016 in dem gleichnamigen Ort im Landkreis Bautzen einen Flüchtling nach einem Zwischenfall in einem Supermarkt an einen Baum gefesselt hatten. Das Verfahren gegen sie wegen Freiheitsberaubung war Ende April eingestellt worden.

Durch Recherchen von exakt war bekannt geworden, dass der Staatsanwalt und auch ein Zeuge im Vorfeld bedroht worden waren. Dazu gibt es nun Ermittlungen. Die Anklage hatte vor allem in rechten Kreisen und im Umfeld von Pegida für Empörung gesorgt. Am Prozesstag waren viele Unterstützer der Angeklagten vor dem Gericht erschienen, um Sympathie für die Beschuldigten zu bekunden.

Exakt hat bereits mehrfach über den Fall berichtet.

Menschen stehen vor einem Haus und halten Schilder in den Händen
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Zuletzt aktualisiert: 05. Mai 2017, 15:05 Uhr