Styroporplatten in einem Container.
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exakt aktuell | 10.07.2017 Leichtere Entsorgung von Styropor-Dämmplatten

Styroporplatten in einem Container.
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Wärmedämmplatten aus Styropor können künftig wieder leichter entsorgt werden. Der Bundesrat hat eine Verordnung gebilligt, in der das Material nicht mehr als Sondermüll behandelt wird, wenn es das Brandschutzmittel Hexabromcyclododecan (HBCD) enthält. Damit ist künftig keine Sondergenehmigung zur Entsorgung mehr erforderlich. Allerdings soll das Material getrennt gesammelt und nicht mit anderem Bauschutt vermischt werden.

Im Oktober vergangenen Jahres waren Styroporplatten, die HBCD enthalten, wegen europäischer Vorgaben als gefährlicher Abfall eingestuft worden. Sie durften deshalb nicht mehr zusammen mit anderem Bauschutt, sondern nur mit Sondergenehmigung verbrannt werden.

Über die Probleme bei der Entsorgung hatte auch MDR exakt berichtet.

Polystyrol
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Seitdem hat es einen regelrechten Entsorgungsnotstand gegeben, da viele Müllverbrennungsanlagen die erforderliche Sondergenehmigung nicht besaßen.

Die wenigen Anlagen mit Genehmigung verlangten sehr hohe Gebühren. Dies verärgerte viele Hausbesitzer und Sanierungsfirmen. In einem ersten Schritt war die Einstufung von HBCD als Sondermüll Ende 2016 für ein Jahr ausgesetzt worden, um den akuten Entsorgungsengpass zu lindern. Nun wird sie ganz abgeschafft.

Zuletzt aktualisiert: 10. Juli 2017, 16:28 Uhr