Thomas Junker unterwegs Irgendwo im Nirgendwo des Pazifiks

Thomas Junker ist wieder unterwegs. Seine Expedition führt ihn diesmal in die Region des weltgrößten Meeres, den Pazifik. Die neue TV-Staffel startet im November, mit dabei sein können Sie schon jetzt.

Thomas Junker unterwegs: Irgendwo im Nirgendwo des Pazifiks: Station Unalaska
Thomas Junker unterwegs - Irgendwo im Nirgendwo des Pazifiks: Erste Station Unalaska Bildrechte: MDR / Thomas Junker

Aufgebrochen ist Thomas Junker Mitte August, nach Alaska. Seine Expedition führt ihn diesmal in die Region des weltgrößten Meeres, den Pazifik. Unvorstellbare 180 Millionen Quadratkilometer nimmt dieser Ozean ein, was rund 40 Prozent der gesamten Erdoberfläche ausmacht - und mehr als die Fläche aller Kontinente zusammen. Entsprechend weit sind die Wege, die der MDR-Filmemacher auf sich nimmt, um über das Alltagsleben auf den sehr verschiedenen Inseln zu berichten.

Unalaska - Hier beginnt der Pazifik!

Thomas Junker
Bildrechte: Thomas Junker

Da, wo der Pazifik beginnt, startet Thomas Junker seine Reise. Auf der Aleuten-Insel ist der Fischfang ganz groß, aber auch die Highschool!

02:00 min

http://www.mdr.de/junkers-tagebuch/video-thomas-junker-pazifik-unalaska-videotagebuch-eins100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Da ist im Norden die Insel Unalaska, die zu den Aleuten zählt. Dort "beginnt" der Pazifik. Alles was südlich ist, wird dem Stillen Ozean zugerechnet. Eine grandiose, raue Landschaft zeichnet die Insel aus, zugleich ist sie - gemessen am Umschlag - Standort des größten Fischereihafens der USA. Besiedelt ist Unalaska schon seit 9.000 Jahren. In der jüngeren Vergangenheit wurde die Insel bekannt, als die Japaner im Zweiten Weltkrieg im Juni 1942 die Anlagen des US-Militärs in der Stadt und im Hafen angriffen und damit die Schlacht um die Aleuten begann.

Heute leben rund 4.700 Menschen auf Unalaska. Über die Geschichte der Ureinwohner informiert ein Museum. Dank der Fischerei-Industrie sprudeln die Steuereinnahmen und die Insulaner sind stolz darauf, eine Highschool zu haben, die zu den 50 besten der USA gehört. 400 Schüler - nicht nur von den Aleuten - besuchen die Einrichtung, die auch vorbereitet aufs wahre, rauhe Leben ...

Erste Impressionen von der Pazifik-Reise Thomas Junker auf Unalaska

Thomas Junker meldet sich das erste Mal aus Unalaska und meint, die Aleuten-Insel hoch oben im Norden sei schon "eine rauhe Angelegenheit". Der Fischfang ist hier ganz groß - aber auch die Highschool des Orts.

Thomas Junker unterwegs: Irgendwo im Nirgendwo des Pazifiks: Station Unalaska
Thomas Junker meldet sich das erste Mal aus Unalaska und meint, die Aleuten-Insel hoch oben im Norden des Pazifik sei schon "eine rauhe Angelegenheit". Bildrechte: MDR / Thomas Junker
Thomas Junker unterwegs: Irgendwo im Nirgendwo des Pazifiks: Station Unalaska
Kalt und windig ist es auf Unalaska. Selbst jetzt im Sommer kaum mehr als 10, 12 Grad am Tage. Dafür aber sind die Berghänge saftig grün. Bildrechte: MDR / Thomas Junker
Thomas Junker unterwegs: Irgendwo im Nirgendwo des Pazifiks: Station Unalaska
Besiedelt ist Unalaska bereits seit über 9.000 Jahren. Auf die jüngere Vergangenheit verweist die russisch-orthodoxe Kirche des Ortes, der wie die Insel heißt. 1768 wurde Unalaska ein russischer Handelshafen für die Fellverpackungsindustrie. 1825 wurde die Auferstehungskirche errichtet. Mit Hilfe Ortsansässiger schuf Priester Innokenti Weniaminow, sozusagen der erste orthodoxe Bischof der Neuen Welt, das erste aleutische Schriftsystem und übersetzte Teile der Bibel ins Aleutische. Zu dieser Zeit lebten nur noch zwischen 200 und 400 der Ureinwohner auf der Insel. 1880 wechselte Alaska den Besitzer und gehörte fortan den USA. Bildrechte: MDR / Thomas Junker
Thomas Junker unterwegs: Irgendwo im Nirgendwo des Pazifiks: Station Unalaska
Dank der Fischereiindustrie und des Hafens sprudeln die Steuereinnahmen für den Ort, der stolz ist darauf, eine Highschool zu haben, die zu den 50 besten der USA gehört. 400 Schüler - nicht nur von den Aleuten - besuchen die Einrichtung, die auch vorbereitet aufs wahre, rauhe Leben. Es gibt nicht nur eine große Bibliothek oder ein Computerkabinett - auch wenn die Internetverbindung via Satellit eher schlecht ist. In den Werkstätten wird auch Handwerkliches wie Schweißen oder Autoreparieren unterrichtet. Bildrechte: MDR / Thomas Junker
Thomas Junker unterwegs: Irgendwo im Nirgendwo des Pazifiks: Station Unalaska
Die Internetverbindung auf der Insel funktioniert wie gesagt eher schlecht, dafür gibt es andere, handfeste Netzwerke. Die Insel mit ihrem Hafen Dutch Harbor ist nicht nur der größte Fischereihafen der USA, sondern auch Heimatort vieler Krabbenfischer. Die Saison beginnt im Oktober. Bis dahin lagern viele Netze und Fangkörbe an Land. Bildrechte: MDR / Thomas Junker
Thomas Junker unterwegs: Irgendwo im Nirgendwo des Pazifiks: Station Unalaska
Warten auf Beute? Bildrechte: MDR / Thomas Junker
Thomas Junker unterwegs: Irgendwo im Nirgendwo des Pazifiks: Station Unalaska
Alles gut gestapelt für den nächsten Fang. Bildrechte: MDR / Thomas Junker
Thomas Junker unterwegs: Irgendwo im Nirgendwo des Pazifiks: Station Unalaska
Zeugen der Vergangenheit, als um die Aleuten gekämpft wurde. Bildrechte: MDR / Thomas Junker
Thomas Junker unterwegs: Irgendwo im Nirgendwo des Pazifiks: Station Unalaska
Thomas Junker meldet sich das erste Mal aus Unalaska und meint, die Aleuten-Insel hoch oben im Norden des Pazifik sei schon "eine rauhe Angelegenheit". Bildrechte: MDR / Thomas Junker
Thomas Junker unterwegs: Irgendwo im Nirgendwo des Pazifiks: Station Unalaska
Die Insel ist 2.721 Quadratkilometer groß. Im Nordosten, der Beringsee zugewandten Seite der Insel liegt die Stadt Unalaska, die sich zu einem großen Teil auf die Hafeninsel Amaknak ausgebreitet hat Die rund 4.700 Einwohner heute leben wie einst vor allem von der Fischereiindustrie - und vom Hafen - Dutch Harbor - der gemessen am Umschlag von Fisch - der bedeutendste in den USA ist. Bildrechte: MDR / Thomas Junker
Thomas Junker unterwegs: Irgendwo im Nirgendwo des Pazifiks: Station Unalaska
Thomas Junker zeigt uns das Zusammenspiel von Natur und Mensch. Bildrechte: MDR / Thomas Junker
Thomas Junker unterwegs: Irgendwo im Nirgendwo des Pazifiks: Station Unalaska
Gespannt sein dürfen wir auf die Begegnungen mit den Menschen, die er auf seiner Pazifik-Reise treffen wird. Zum Beispiel Steve Devitt, Seebär seit 40 Jahren. Er kennt sie alle. Die kleinen Fischerboote der Einheimischen, die großen Fangschiffe, die auch noch bei den heftigsten Winden und selbst im Winter draußen unterwegs sind. Bildrechte: MDR / Thomas Junker
Thomas Junker unterwegs: Irgendwo im Nirgendwo des Pazifiks: Station Unalaska
Unalaska beherbergt den größten Fischereihafen der USA. Alles was das Meer an wunderbaren kulinarischen Genüssen bereithält, hier wird es an Land gebracht und verarbeitet. Nur den Weg auf den Essenstisch findet es fast nie. Bildrechte: MDR / Thomas Junker
Thomas Junker unterwegs: Irgendwo im Nirgendwo des Pazifiks: Station Unalaska
Nur mittwochs, da ist große kulinarische Party angesagt. Im einzigen Hotel am Ort gibt es ein grandioses Fischbuffet. Für umgerechnet 44 €. Bildrechte: MDR / Thomas Junker
Thomas Junker unterwegs: Irgendwo im Nirgendwo des Pazifiks: Station Unalaska
Außer einem Sushi-Restaurant bieten alle anderen amerikanischen Standard: Burger, Sandwiches, Fries. Mal mehr, mal weniger vor Fett triefend. Bildrechte: MDR / Thomas Junker
Thomas Junker unterwegs: Irgendwo im Nirgendwo des Pazifiks: Station Unalaska
Fleisch gibt es nicht überall. Wenn aber doch, dann zu Preisen ab rund 30 €. Bildrechte: MDR / Thomas Junker
Thomas Junker unterwegs: Irgendwo im Nirgendwo des Pazifiks: Station Unalaska
Trotz der kühlen Temperaturen und rauehn Winde, es blüht allerorten. Bildrechte: MDR / Thomas Junker
Alle (17) Bilder anzeigen

Nach Chichi-Jima, Tahiti und zu den Nachfahren der Meuterer von der Bounty

Weiter führt Junkers Route nach Chichi-Jima, auf die einzige namhafte japanische Insel im Pazifik, die erst seit den 1830er-Jahren besiedelt und nur per Schiff von Tokio aus zu erreichen ist. Mit Tahiti steuert Thomas Junker dann eine klassische Südseeinsel an. Danach soll es weitergehen zu den Marquesas-Inseln - eine 14-Tage-Reise und nur via Passagier- und Transportschiff zurückzulegen!

Auf dem Pazifik, der auch Stiller Ozean genannt wird, waren in den vergangenen 500 Jahren große Seefahrer und Abenteurer unterwegs, Thomas Junker reist zum Teil auf ihren Spuren. Auf den Norfolk Islands wird er nach den Nachfahren der Bounty-Meuterer Ausschau halten. Mit deren offenbar ungebrochenem Drang nach Unabhängigkeit muss sich heute Australien auseinandersetzen, dorthin gehören die Norfolks offiziell. Die meisten Inselbewohner wollen lieber eigenständig sein.

25.000 Kilometer runter bis zum Arktischen Meer

Nach rund 25.000 Kilometern kommt Junkers Reise auf Stewart Island, südlich von Neuseeland, ans Ziel. Denn dort endet der Pazifik. Südlich davon beginnt das Arktische Meer. Nicht der Weg allein ist das Ziel, Thomas Junker lässt uns Teil haben an seinen Begegnungen mit den Menschen und ihrem Alltagsleben - wie bei all seinen Filmen für den MDR in den letzten 25 Jahren.

Zuletzt aktualisiert: 17. August 2017, 14:53 Uhr