Zur Person

Abenteurer und Filmemacher : Thomas Junker im Porträt

"Die Herzen und die Seelen der Menschen zu porträtieren, ist Sinn und Zweck meiner Filme."

Thomas Junker mit seiner Kamera

Thomas Junker (Jahrgang 1964) ist von Beruf Journalist. Von der Pike auf hat er das Handwerk zuerst bei der Süddeutschen Zeitung, später beim Bayerischen Rundfunk erlernt - und zusätzlich beim Studium der Journalistik in München. Beim Mitteldeutschen Rundfunk gehört er zu den Journalisten der ersten Stunde. Für Tagesschau und Tagesthemen hat Junker berichtet, als Chef vom Dienst hat er die TV-Nachrichtenredaktion des MDR mit aufgebaut. Seit Anfang der 90er-Jahre widmet er sich großen Auslandsreisen, die er selbst mit der Filmkamera dokumentiert. Inzwischen hat der Filmemacher mehr als 80 Länder bereist.

"Ich fahre nicht raus, um die zu Hause bestehenden Meinungen und Vorurteile bestätigt zu bekommen, sondern ich will sehen, wie es wirklich vor Ort bei den Leuten ist. Und das zeige ich."

Thomas Junker

Seelen und Herzen der Menschen portraitieren

Thomas Junker mit Kamera.
Will die "Seelen und Herzen der Menschen" porträtieren: Thomas Junker.

"In die Nähe von dem kommen, was passiert, vorgefasste Meinungen loslassen und die Füße in Bewegung bringen" - diesem Satz seines Vorbildes Gerd Ruge fühlt sich Junker verpflichtet. Die Seelen und Herzen der Menschen entlang des Weges zu portraitieren, ist so der logische Sinn und Zweck seiner Filme. "Ich fahre nicht raus, um die zu Hause bestehenden Meinungen und Vorurteile bestätigt zu bekommen, sondern ich will sehen, wie es wirklich vor Ort bei den Leuten ist. Und das zeige ich."

Daraus resultieren Geschichten voller Gesichter und Details, die oft mehr über politische Zustände erzählen als lange Analysen und Politikerstatements. Seine unaufgeregte, ruhige Erzählweise ist fern von Sensationsgeschrei, setzt auf Understatement und ermöglicht dem Zuschauer so, sich sein eigenes Bild und Urteil zu machen.

Starke Filme durch kleines Team

Jedem Film von Junker geht eine intensive Vorbereitung und Recherche voraus, die bis zu zwei Jahre dauert. Vor allem Kultur, ethnische Fragen, aber auch die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekte sind ihm dabei wichtig. Seine Filme produziert Thomas Junker seit 1991 in einem kleinen Zwei-Mann-Team. "Dank diesem haben wir einen besseren Zugang zu den Menschen vor Ort", sein Fazit aus den bisherigen Filmproduktionen. "Und an dieser Drehtaktik will ich deshalb auch vorläufig nichts ändern."

Zuletzt aktualisiert: 01. August 2013, 10:00 Uhr

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