"Kino Royal" auf der Berlinale | 17./18.02.2012 | 00:00 Uhr : "Kino Royal" auf der Berlinale
Mit dem Revolutionsdrama "Leb wohl, meine Königin!" ist am Donnerstag die 62. Berlinale eröffnet worden. "Kino Royal" ist mittendrin: Das MDR-Filmmagazin mit Else Buschheuer berichtet von der Berlinale, den 62. Internationalen Filmfestspielen Berlin - Interviews, Hintergrundinformationen und cineastische Leckerbissen!
Das Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären bei der 62. Berlinale ist gestartet. Am Donnerstag Abend eröffnete das historische Revolutionsdrama "Leb wohl, meine Königin!" mit Diane Kruger die Internationalen Filmfestspiele Berlin bei einer Gala mit viel Prominenz.
Else Buschheuer trifft Doris Dörrie
"Kino Royal"-Gastgeberin Else Buschheuer taucht für Sie ins Berlinale-Getümmel ein und präsentiert spannende Schauspieler, aufregende Filme, Geheimtipps und cineastische Leckerbissen. Dabei trifft sie die Regisseurin Doris Dörrie, die mit ihrer neuesten Produktion "Glück" im Programm "Berlinale Special" der Filmfestspiele vertreten ist. In dem Film geht es um die Prostituierte Irina (Alba Rohrbacher) und den obdachlosen Punk Kalle (Vinzenz Kiefer), die sich ineinander verlieben. Doch plötzlich ist ihr Glück aufs Äußerste bedroht: Kalle entdeckt einen toten Freier im Bett der Freundin. Doris Dörrie inszenierte ihren Film nach einer gleichnamigen Kurzgeschichte von Ferdinand von Schirach.
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Schauspieler Henry Hübchen geehrt
Am Rande der Berlinale erhielt Henry Hübchen die "Paula", den Preis des Progress-Filmverleihs und der IHK. Damit sollen Hübchens künstlerische Verdienste um den deutschen Film gewürdigt werden. Henry Hübchen startete seine Karriere 1965 mit einer Nebenrolle in dem DEFA-Indianerfilmklassiker "Die Söhne der großen Bärin". Seine erste wichtige Filmrolle hatte er 1974 in "Jakob der Lügner", doch auch die Theaterarbeit war für Hübchen immer sehr prägend - und überaus erfolgreich: Insbesondere Zusammenarbeit mit Frank Castorf an der Berliner Volksbühne machte den Schauspieler bekannt. Nach dem Mauerfall spielte Henry Hübchen in Filmen wie Leander Haußmanns Publikumserfolg "Sonnenallee“, in Dani Levys "Alles auf Zucker" oder "Whisky mit Wodka".
Goldener Ehrenbär für Meryl Streep
Ein weiterer Höhepunkt ist die Verleihung des Goldenen Ehrenbären an die "Oscar"-Preisträgerin Meryl Streep für ihr Lebenswerk. Für ihre Darstellung der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher in "Die Eiserne Lady" ist Streep zum 17. Mal für einen "Oscar" nominiert worden.
Retrospektive "Die Rote Traumfabrik"
Die diesjährige Retrospektive entdeckt ein legendäres deutsch-russisches Filmstudio wieder: Meschrabpom-Film und ihr deutscher Zweig Prometheus schrieben in den Jahren 1922 bis 1936 Filmgeschichte.
Große Momente im Wettbewerb
Zwei deutsche Filme im Wettbewerb beeindruckten besonders - Hans-Christian Schmid seziert die erstarrte Idylle einer deutschen Familie und Christian Petzold sieht einer jungen Frau dabei zu, wie ihre Fassade zerbröckelt.
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18 Filme im Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären
18 Produktionen konkurrieren um den Goldenen und die Silbernen Bären, die im Laufe des vorletzten Festivaltags am 18. Februar überreicht werden. Den Vorsitz der Internationalen Jury hat der britische Filmemacher Mike Leigh ("Happy-Go-Lucky") inne. Bei der Vergabe der Bären helfen ihm neben Gyllenhaal unter anderen die Schauspielerinnen Charlotte Gainsbourg und Barbara Sukowa sowie der französische Regisseur François Ozon.
Viele Stars erwartet
Unter den Wettbewerbsbeiträgen, die außer Konkurrenz gezeigt werden, ist auch das 9/11-Drama "Extrem laut und unglaublich nah". Die Hauptdarsteller Tom Hanks und Sandra Bullock bleiben dem Festival aber fern. Dafür können sich Schaulustige auf große Namen wie Christian Bale, Salma Hayek, Mads Mikkelsen und Isabelle Huppert freuen. Regisseur Steven Soderbergh bringt zur Sondervorführung seines Thrillers "Haywire" die Darsteller Antonio Banderas und Michael Fassbender mit.
Die "Berlinale"
Die "Internationalen Filmfestspiele Berlin" gehören mit den Festivals in Cannes und Venedig zu den wichtigsten A-Festivals weltweit. Die Hauptpreise, die Goldenen und Silbernen Bären, werden von einer internationalen Jury vergeben. Auch neben dem Wettbewerb gibt es zahlreiche renommierte Reihen, wie u.a. das politisch engagierte "Forum", die Kinder- und Jugendfilmsektion "Generation" oder die filmhistorische Retrospektive. Die Berlinale findet seit 1951 statt, Leiter ist seit 2001 Dieter Kosslick.



