Kino Royal | MDR FERNSEHEN | 27./28.01.2012 | 00:00 Uhr : Die "Kino Royal"-Zuschauerjury über "Kriegerin"
Die "Kino Royal"-Zuschauerjury schaut sich im Januar den Film "Kriegerin" an. Erzählt wird die Geschichte einer jungen Frau aus der rechtsextremen Szene in einer Kleinstadt. Marisa und ihre Clique geraten mit zwei jungen Asylbewerbern aneinander - die Situation eskaliert.
Die 20-jährige Marisa ist Teil einer Jugendclique der rechtsextremen Szene in einer ostdeutschen Kleinstadt. Auf ihrer Schulter hat sie "Skingirl" tätowiert, vorne ein Hakenkreuz. Marisa schlägt zu, wenn ihr jemand dumm kommt. Sie hasst Ausländer, Schwarze, Politiker, Juden und die Polizei. In Marisas Augen sind sie alle schuld. Sie sind schuld daran, dass ihr Freund im Knast sitzt und alles um sie herum den Bach runter geht: Ihr Leben, ihre Stadt, das Land und die ganze Welt. In diesem Sommer wird sich alles ändern. Svenja, ein junges Mädchen, stößt zur Clique und geht Marisa gehörig auf die Nerven. Marisa und ihre Clique geraten mit Jamil und Rasul aneinander, zwei jungen Asylbewerbern, die hier in der Provinz gestrandet sind. Der Streit eskaliert, Marisa ist nicht zu bremsen. Ohne es zu ahnen, löst sie eine Kette von Ereignissen aus, die alles komplett auf den Kopf stellen. Während Svenja immer tiefer in die rechte Szene rutscht, gerät Marisas Weltbild ins Wanken. Sie beginnt sich zu ändern, doch der Weg raus aus ihrem rechtsradikalen Umfeld wird härter, als sie ahnt.
Grundlage für Handlung und Figuren des spannenden Films sind Interviews mit jungen Mädchen aus der rechten Szene. Außerdem verbrachte David Wnendt einige Zeit mit rechten Cliquen, beobachtete und begleitete sie zum Teil mit der Kamera.
Kriegerin
Deutschland 2011
Laufzeit: 103 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
Regie: David Wnendt
Mit Alina Levshin, Jella Haase, Gerdy Zint, Lukas Steltner, Winnie Böwe und anderen
Kinostart: seit 19.01.2012
Ein Beitrag von Sascha Conrad
