Kino Royal | MDR FERNSEHEN | 08./09.07.2011 | 00:02 Uhr : "Tierische" Filmstars
"Kino Royal" ist heute zu Besuch im Leipziger Zoo! Hier leben zahlreiche Film- und Fernsehstars. Denn was wäre Rotkäppchen ohne den Wolf, oder "Brüderchen und Schwesterchen", wenn Brüderchen nicht in ein Reh verwandelt worden wäre? Wie Tiere für den Auftritt vor der Kamera fit gemacht werden, erzählt Filmtiertrainer Gerhard Harsch.
Tiere kommen in vielen Filmen und Fernsehserien vor, oft spielen sie sogar eine Hauptrolle: Collie "Lassie" war immer mutig und hilfsbereit, in "Brüderchen und Schwesterchen" wird der Bruder in ein Reh verwandelt, "Free Willy" hatte gar einen Wal als Hauptrolle und "Kommissiar Rex" war ein Schäferhund. Aber wie kriegt man ein Tier dazu, sich an Regieanweisungen zu halten? Das weiß Filmtrainer Gerhard Harsch. Über 200 verschiedene Darsteller leben bei ihm – die Hirschkuh Schoko ebenso wie Tiger, Ponys, und Reptilien. Harschs Tiere haben schon mit Otto, Henry Hübchen, Marianne Sägebrecht und anderen Filmstars gespielt. Auch bei der erfolgreichen Serie "Tierärztin Dr. Mertens", die im Leipziger Zoo gedreht wird, sind Harschs Lieblinge dabei, zum Beispiel Gepardin "Somali".
Harsch zeigt seine Arbeit in Babelsberg
Wie die Arbeit mit Tieren am Set aussieht, zeigt er in seiner Show im Filmpark Babelsberg, die wie ein Fernsehquiz aufgebaut ist. Der eigentliche Show-Höhepunkt aber ist seine Königsnatter – die nicht so giftig ist, wie sie aussieht. Tiertraining ist harte Arbeit, aber manchmal auch einfach nur "Bestechung": Ponys, Hund und Hühner machen auch nur das, was ihnen gutes Futter verspricht, erzählt Gerhard Harsch. Ein junger Gepard wird in der Show in Babelsberg durch das noch leere Studio geführt: Die Riesenkatze soll langsam an neue Räume gewöhnt werden. Irgendwann wird auch sie vor lauter fremden Menschen an einem Filmset stehen und trotzdem das machen, was der Trainer von ihr will.
Gut aufpassen beim Zoo-Besuch!
Dann beginnt die Show im Filmpark- Fernsehstudio. Der Tiertrainer ist zunächst für das Publikum nicht zu erkennen. Es soll ein bisschen wie im Film sein: Er ist zwar da, aber eben unsichtbar. So ist das in den Fernseh- und Filmproduktionen auch meist. Diesmal ist Herr Harsch als Gestrüpp getarnt! Bei über 200 Tieren, die bei den Harschs als Filmschauspieler leben, mag man annehmen, dass sie aus dem Trainingsstreß nicht herauskommen. Aber das sei anders, meint der Chef. Was Tiere einmal gelernt haben, das bleibt - vor allem die einmal geschlossene Freundschaft. Wenn Sie also durch den Zoo gehen – schauen Sie genau hin – sie könnten einen Filmschauspieler treffen ...
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Ein Beitrag von Dennis Wagner
