Chöre
Der MDR Rundfunkchor Leipzig
Der MDR CHOR ist der größte professionelle Konzertchor der ARD. Das Repertoire umfasst Werke aus fünf Jahrhunderten.

Der MDR ist der größte professionelle Konzertchor innerhalb der ARD. Ein Jahr nach seiner Gründung wurde das Ensemble 1946 vom Mitteldeutschen Rundfunk in Leipzig übernommen. Geprägt durch seinen Chefdirigenten Herbert Kegel entwickelte der Leipziger Rundfunkchor in den fünfziger und sechziger Jahren eine Klangkultur, die ihn in die Reihe europäischer Spitzenchöre aufrücken ließ, wo er sich bis heute behauptet. Dazu trugen später auch die Chorleiter Dietrich Knothe, Horst Neumann, der Chordirektor Gert Frischmuth und die Chefdirigenten Wolf-Dieter Hauschild und Jörg-Peter Weigle bei. Die Leitung des Chores übernahm im Mai 1998 der international anerkannte englische Dirigent Howard Arman.
Das Repertoire des Chores umspannt a-cappella-Literatur, Chorsinfonik und Opernchöre aus beinahe einem Jahrtausend Musikgeschichte. Zahlreiche Ur- und Erstaufführungen weisen den Chor auch als Spezialensemble für Musik des 20. Jahrhunderts aus. Annähernd 200 Produktionen unter Leitung berühmter Dirigenten dokumentieren auf Schallplatte und CD das umfassende Wirken des Chores. Gastspiele führten ihn unter anderem nach Japan, Italien, Österreich, Spanien, Polen, Großbritannien, Frankreich und Israel. Der Chor sang bei den Wiener und Berliner Festwochen, er war Gast anlässlich der Sommerfestspiele in Aix-en-Provence und erhielt mehrfach Einladungen zu den Salzburger Festspielen. Dirigenten wie Herbert von Karajan, Karl Böhm, Kurt Masur, Wolfgang Sawallisch, James Levine, Sir Colin Davis, Sir Neville Marriner, Sir Simon Rattle, Claudio Abbado, Seiji Ozawa, Riccardo Muti und viele andere haben mit dem Chor zusammengearbeitet.
In Leipzig wirkt der Chor regelmäßig in den Konzerten des MDR Sinfonieorchesters und des Gewandhausorchesters mit. In den vergangenen Jahren gastierte der Chor mit großem Erfolg unter anderem in Italien, Frankreich und in der Berliner Philharmonie unter der Leitung von Claudio Abbado mit Werken von Schönberg und Nono; 1997 reiste der Chor (gemeinsam mit den Chören des Bayerischen und des Süddeutschen Rundfunks) zu zwei Konzerten - Dirigent: Lorin Maazel - nach Jerusalem. Zu den Berliner Festwochen gastierte der MDR Rundfunkchor 1999 unter Leitung von Bernard Haitink mit Gustav Mahlers 8. Sinfonie, 2001 unter Leitung von Simon Rattle mit Schönbergs Gurre-Liedern.
Im August 2003 ist der Chor fast einen Monat lang mit Gastspielen in Berlin, Londodn, Wien und Brüssel auf Reisen. Zusammen mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart und unter der Leitung von Roger Norrington wird das Requiem von Hector Berlioz gegeben.
Höhepunkte der letzten Spielzeiten waren Auftritte bei den Thüringer Bachwochen 2000/2001 mit Bachs h-moll Messe und zum Bachfest in Leipzig sowie zu den Dresdner Musikfestspielen mit Verdis Othello. Unter der Leitung von Georges Prêtre trat der MDR Rundfunkchor im Februar 2001 mit dem Vokalensemble Stuttgart in der Philharmonie Stuttgart in Berlioz' "La damnation de Faust" auf.
Für die Spielzeit 2002/2003 gab der MDR Rundfunkchor zahlreiche Gastspiele, unter anderem mit der Weimarer Staatskapelle unter Hartmut Haenchen (Mahler: Das klagende Lied) und mit den Münchner Philharmonikern unter James Levine (Schönberg: Moses und Aron).
Die Einspielung von Rachmaninows Vesper unter der Leitung von Howard Arman wurde in der Kategorie "Chorwerkeinspielung" mit dem Echo Klassik Preis 2002 ausgezeichnet. Der MDR Rundfunkchor sang Rachmaninows Vesper bereits im Dezember 2000 in einem Benefizkonzert zugunsten des Aufbaus der Dresdner Synagoge.
Zuletzt aktualisiert: 03. Juli 2003, 12:16 Uhr
