Konzert | 24.02.2013 | 11:00 Uhr | Leipzig, Gewandhaus : Ein One-Way Ticket nach Amerika
Kurt Weill, Sergej Rachmaninow und Antonín Dvořák - diese drei Komponisten verbindet eins: ihre gemeinsame Vorliebe für die USA! Im Leipziger Matineekonzert am 24. Februar geht es mit dem MDR SINFONIEORCHESTER per Direktflug über den Atlantik, untermalt von dem passenden Soundtrack. Im Cockpit sitzen Dirgent Garrett Keast sowie der aufstrebende junge Tenor James Benjamin Rodgers aus Neuseeland.
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Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zieht bis heute Menschen aus aller Welt wie ein Magnet an. In den Augen vieler Touristen und Auswanderer bietet Amerika einen Ort, an dem sie sich frei entfalten und auf Entdeckungstour gehen können. Seit über 100 Jahren spült es zahlreiche Künstler, Musiker, Schriftsteller und Maler an seine Ostküste, in der Hoffnung, neuen Herausforderungen, Impulsen und nicht zuletzt einem neuen Leben zu begegnen. Auch für Weill, Rachmaninow und Dvořák wurde Amerika unersetzlich.
Die Motive, die Künstler in die USA lockten, waren höchst unterschiedlich. Komponisten wie Antonín Dvorák erhielten Einladungen und folgten gern. Sergej Rachmaninow und Kurt Weill mussten vor den politischen Verhältnissen in Europa fliehen. So unterschiedlich die Geschichten der Amerika-Aufenthalte dieser Komponisten auch waren, Meisterwerke schufen alle drei auf höchst unterschiedliche Art.
Amerika - auf der Suche nach neuen Wegen
In Amerika lernte Kurt Weill die Bücher von Walt Whitman kennen, dem er später vier Lieder widmete. Whitman war einer der bedeutendsten Schriftsteller des 19. Jahrhunderts und Mitbegründer der modernen amerikanischen Dichtung. Weill nahm dessen Gedichte und schrieb ihnen in typisch amerikanischer Theatermanier Melodien auf den Leib.
Auch Antonín Dvořák ließ sich in seiner "Amerikanische Suite" von der Musik Amerikas inspirieren. Gekonnt vermischte er amerikanische Folk Music mit Tänzen und Rhythmen aus Böhmen und schaffte damit ein für viele Musiklieber einzigartiges Meisterwerk.
Sergei Rachmaninow besann sich in seiner 3. Sinfonie lieber auf seine russisch- romantischen Wurzeln. Zu Unrecht gelte sein sinfonisches Werk heute als vergessen, meinen Wissenschaftler, denn auch Rachmaninow habe sich darin von alten Konventionen befreit und angefangen zu experimentieren.
Amerika - Treffpunkt der Welt
Neben dem MDR SINFONIEORCHESTER stehen in diesem Matineekonzert zwei Künstler auf der Gewandhaus-Bühne, die in Deutschland noch als Geheimtipp gehandelt werden: Dirigent Garrett Keast und der junge Tenor James Benjamin Rodgers.
Der in den USA geborene Garrett Keast hat seine Ausbildung an der Butler School of Music der University of Texas erhalten. Mit Kurt Masur, Christoph Eschenbach und Stephen Stein vervollkommnete er seine Grundlagen. An verschiedenen Opernhäusern der USA dirigierte er erfolgreiche Opernproduktionen. Sein Europa-Debut feierte Keast in den Niederlanden. Kurzfristig half er am Pult des Noord Nederlands Orkest (NNO), Hollands ältestem regionalem Orchester, aus. Die Veranstaltungen wurden ein großer Erfolg. Heute lebt Garrett Keast in Berlin und dirigiert an großen europäischen Häusern und namhafte Orchester in der ganzen Welt. Auf Einladung von Kristjan Järvi, Chefdirigent des MDR SINFONIEORCHESTERS, hat er Einstudierungen beim Baltic Youth Philharmonic und der Junge Deutschen Philharmonie übernommen.
Der junge Tenor James Benjamin Rodgers ist seit sieben Jahren ein echter New Yorker, wie er sagt. 2005 ging der gebürtige Neuseeländer in die USA, um an der Manhattan School of Music Gesang zu studieren. Schon als Jugendlicher sang er sich von Bühne zu Bühne, als Crossover-Künstler, der sich in vielen Genres zu Hause fühlt. Egal ob Oper, Oratorium, Musical oder Pop - Rodgers begeistert. 2012 begegnete der 29-Jährige zum ersten Mal der Musik von Kurt Weill. Seitdem spielt sie in seinem Repertoire eine wichtige Rolle. Rodgers ist Preisträger des international anerkannten Lotte Lenya Competition der Kurt Weill Foundation for Music.
MDR KLASSIK Matineekinder
Auch in diesem Konzert sind Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren wieder eingeladen, zusammen mit Ekkehard Vogler, dem Musikvermittler des Jugend-Musik-Netzwerkes CLARA, auf eine musikalische Entdeckungsreise zu gehen. Unter dem Motto "Im Geiste der Indianermelodien" soll herausgefunden werden, wie Amerika klingt. Schließlich sagt man, dass die Musik von Antonín Dvořák typisch amerikanisch klingt, nach Indianern und alter Folkmusik.
Die Matineekinder treffen sich diesmal in der Konzertpause am Info-Stand des MDR im Gewandhausfoyer. Anmelden können Sie ihre Kinder hier:
Konzertprogramm:
Antonín Dvořák: Suite A-Dur op. 98. Die Amerikanische
Kurt Weill: Four Walt Whitman Songs (1942/47)
Sergei Rachmaninow: Symphonie Nr. 3 a-Moll op.44
Mitwirkende:
MDR SINFONIEORCHESTER
James Benjamin Rodgers | Tenor
Garrett Keast | Dirigent
Konzertkarten:
Karten für das Konzert erhalten Sie in der Ticketgalerie, an der Tickethotline unter Telefon: 0341 141414 sowie im MDR Ticketshop.
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