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KRISTJAN JÄRVIs MDR FESTIVAL | 2.-18.6.2017 | Leipzig PRACTICAL SPIRITUALITY

Das dritte Festival der Saison, das unter dem Titel "praktische Spiritualität" steht, thematisiert die Sehnsucht nach Sinnstiftung und Transzendenz in der Musik - Musik als Medium der "Religion", der kosmischen Schwingungen und Harmonie. Kristjan Järvi stellt bei den Konzerten zwischen 2. und 18. Juni Musik von John Adams bis Sven Helbig, aber auch Werke der "Klassiker" Bach, Mozart und Britten auf die Programme.

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Die MDR Festivals sind dafür bekannt, abseits von musikalischen Schubladen und Kategorien ganz besonderen Themen der Musik nachzuspüren. Nach den beiden erfolgreichen Vorgänger-Festivals "Regular Crisis" und "Ideal Chaos" lautet der Titel nun "Practical Spirituality". Die paradoxen Namen der diesjährigen MDR Festivals verführen dazu, die Musik unter einem anderen Aspekt zu hören, Gedankenspiele zu wagen und neue Bedeutungszusammenhänge zu entdecken. Dabei treten außergewöhnliche Solisten mit den Musikern des MDR SINFONIEORCHESTERS auf. Auch der MDR RUNDFUNKCHOR ist bei dem Festival zu erleben.

PRACTICAL SPIRITUALITY

Beim dritten Festival der aktuellen Spielzeit sind es Kristjan Järvi, die Musiker der MDR-Ensembles und Solisten, die unter dem Titel "Practical Spirituality" – also "praktische Spiritualität" - die Sehnsucht nach Sinnstiftung und Transzendenz in der Musik in den Mittelpunkt ihrer Konzerte stellen. Musik wird dabei als besonderes Medium der "Religion", der kosmischen Schwingungen und Harmonie begriffen.

Porträtfoto von Kristjan Järvi in schwarz-weiß. Der Dirigent hat seine Hand ausgestreckt und den Kopf schief gelegt.
Kristjan Järvi Bildrechte: MDR/Peter Adamik

Freuen können sich die Zuschauer auf MDR SINFONIEORCHESTER und MDR RUNDFUNKCHOR sowie die norwegische Sopranistin Ann Helen Moen, das ebenfalls aus Norwegen stammende Duo Mari und Hakan Samuelsen und den isländischen Pianisten Víkingur Ólafsson. Sie bringen Kompositionen von John Adams, Henryk Mikolay Górecki, Philip Glass und Terry Riley, aus der jüngeren Generation Sven Helbig, Peeter Vähi, Max Richter und Hauschka auf die Leipziger Bühnen. Aber auch an "Klassikern" fehlt es nicht: Benjamin Britten, Sergej Rachmaninow, Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart stehen auf dem Programm.

Wir laden Sie ein, mit uns die "praktische Spiritualität" zu entdecken. Bis bald beim MDR Festival!


Tickets, Flyer und Service


KONZERT 2.6. | Sinfonie der Klagelieder | Peterskirche

Porträtfoto von Kristjan Järvi in schwarz-weiß.
Bildrechte: MDR/Peter Adamik

Charles Ives "Unanswered Question" ist sicherlich die berühmteste "ewige Frage der Existenz" der neueren Musikgeschichte. für den Transzendentalisten aus Neu-England, der musikalisch immer Neues zu schaffen suchte, bleibt die Frage unbeantwortet. Henryk Mikołaj Górecki wandte sich nach seriellen Phasen archaischen Klangwelten der traditionellen polnischen Musik zu. Seine 3. Sinfonie (die an der Spitze der britischen Pop-Charts stand) fasst das immer wieder aktuelle Sujet in schlichte, auf Volksmusik zurückgehende Intonationen, aus denen unerschütterliche Zeitlosigkeit und tiefe Religiosität sprechen. Aus seiner Partitur für die neue Fassung des Stummfilms von 1927 "Luther" hat Sven Helbig eine Version für den Konzertsaal geschaffen, die hier erstmals zu hören sein wird.

MDR SINFONIEORCHESTER
MDR RUNDFUNKCHOR
Sven Helbig | Elektronik
Ann-Helen Moen | Sopran
Kristjan Järvi | Dirigent


► Freitag | 2.6. | 20.00 Uhr | Peterskirche

Tickets für dieses Konzert


KONZERT 7.6. | Prophecy - Prophezeiung | Schaubühne Lindenfels (entfällt)

Dieses Konzert muss leider entfallen.


KONZERT 9.6. | Nachtgesang - Mysterienspiel | Peterskirche

Fotos zum Festival
Leitet den MDR RUNDFUNKCHOR: Risto Joost. Bildrechte: MDR/ Mait Jueriado

Mit "Curlew River" wollte Benjamin Britten etwas völlig Neues schaffen. Fasziniert vom traditionellen japanischen No-Theater, verband er in seiner Kirchenparabel charakteristische Spiel- und Musizierweisen fernöstlichen Theaters mit Elementen des mittelalterlichen Mysterienspiels und gregorianischem Gesang. Wie in der No-Tradition ließ er ausschließlich männliche Darsteller mitwirken, auch in der weiblichen Hauptrolle. Die Handlung der Parabel ist konzentriert: Ein Fährmann bringt Pilger an das andere Ufer des Flusses, unter ihnen eine Frau, die seit dem Verlust ihres Sohnes wahnsinnig ist. Ziel ist ein Grab, dem "besondere Gnade" zugeschrieben wird. Der Mutter erscheint der Geist ihres Sohnes, der ihr ein Wiedersehen am Auferstehungstag verheißt. Indem so der Wahnsinn der Mutter geheilt wird, zeigt sich die Offenbarung Gottes. Der regelmäßig in Covent Garden sowie bei den Salzburger und Bregenzer Festspielen tätige Regisseur Ran Arthur Braun inszeniert Brittens Musik in der Leipziger Peterskirche.

MDR RUNDFUNKCHOR
Risto Joost | Dirigent
Ran Arthur Braun | Regie


► Freitag | 9.6. | 22 Uhr | Peterskirche

► Eintritt frei!

► MDR KULTUR & MDR KLASSIK senden das Konzert zu einem späteren Zeitpunkt.


KONZERT 11.6. | Bach-Richter-Rachmaninow | Gewandhaus

Fotos zum Festival
Präsentiert seine Kompositionen: Max Richter. Bildrechte: MDR/ Rhys Frampton

Ein neues Werk von ARTIST IN RESIDENCE Max Richter, ursprünglich komponiert für das Netherlands Dans Theater, steht erstmals im Konzertsaal auf dem Programm. Vielleicht nimmt es den Geist der Bachschen Chaconne auf, die in einer neuen Orchestrierung zu hören sein wird. Rachmaninows 1908 uraufgeführte 2. Sinfonie zeigt ihn erneut auf dem Höhepunkt seines Erfindungsreichtums. In geradezu luxuriöser Fülle strömen die Melodien dahin, ein Thema entspringt aus dem anderen, hymnische Passagen und rauschhafte Steigerungen beherrschen weite Strecken des Werkes.

MDR SINFONIEORCHESTER
Kristjan Järvi | Dirigent

► Sonntag | 11.6. | 11 Uhr | Gewandhaus

Tickets für dieses Konzert

► Konzerteinführung: Mehr Informationen zu Werken und Künstlern erhalten Sie ab 10.15 Uhr im Schumann-Eck des Gewandhauses.

► MDR KULTUR & MDR KLASSIK senden das Konzert am 11.6. ab 19.30 Uhr im Radioprogramm.


KONZERT 13.6. | Mozart und Glass | UT Connewitz

Fotos zum Festival
Sein Streichquartett Nr. 2 erklingt: Philip Glass. Bildrechte: MDR/Philip Glass

Kammermusik stiftet den Rahmen für intimste Gedanken. Mozart durchschreitet in seinem g-Moll-Quintett eine Gefühls- und Gedankenwelt, die sich als Meditation über den Tod charakterisieren lässt. Die ewigen Themen bewegen auch die Zeitgenossen wie Daniel Schnyder, der in seinem Streichquartett über Geburt und Tod reflektiert. Terry Riley und Philip Glass die "Minimalisten", haben sich ebenfalls der Gattung zugewandt und ihr in Zusammenarbeit mit Ensembles wie dem legendären Kronos-Quartet einen neuen Platz in der Literatur des 20. Jahrhunderts erobert. Heute spielen Musiker und Musikerinnen des MDR SINFONIEORCHESTERS.

Thomas Fleck | Violine
Yokiko Suzuki | Violine
Christian Seifert | Viola
Anja Pottier | Viola
Susanne Rassbach | Violoncello

► Dienstag | 13.6. | 20 Uhr | UT Connewitz

Tickets für dieses Konzert


KONZERT 16.6. | Bach und Glass | MDR Würfel

Fotos zum Festival
Seine Etüden erklingen im Zusammenspiel mit Werken von Bach: Philip Glass. Bildrechte: MDR/ Raymond Meier

Den Liebhabern des Klavierspiels zur "Gemüths-Ergoetzung" – das war der Zweck, den Johann Sebastian Bach mit der Komposition seiner Klavier-Partiten verfolgte. "Für anspruchsvollste Liebhaber" sollte man ergänzen, denn nie zuvor hatte es so reiche und raffinierte Musik für ein Tasteninstrument gegeben. 1994 begann Philip Glass eine Reihe von kleinen Stücken zu komponieren, die dazu dienen sollten, sein Klavierspiel zu verfeinern. Inzwischen existieren zwanzig dieser Werke, die Glass’ Beziehung zum Instrument wie seine stilistische Entwicklung nachvollziehen lassen. Im heutigen Konzert hören Sie eine Auswahl daraus.

Víkingur Ólafsson | Klavier

► Freitag | 16.6. | 19 Uhr | MDR Würfel

Tickets für dieses Konzert


KONZERT 18.6. | Heldenleben | Gewandhaus

Fotos zum Festival
Gibt am Pult alles bei Strauss' "Heldenleben": Kristjan Järvi. Bildrechte: MDR/Peter Adamik

Die Idee zu "Century Rolls" kam John Adams nach dem Hören von Klavier-Notenrollen aus den 20er Jahren. Der besondere Klang der von Pianisten wie Gershwin oder Rachmaninow eingespielten Rollen inspirierte ihn, auch die Vielfalt der Klavierliteratur der Epoche.
Autobiographisch oder nicht? Diese Frage rankt sich nach wie vor um Richard Strauss' "Heldenleben". Wie dem auch sei, die sinfonische Dichtung bleibt eine der bedeutendsten Kompositionen der Jahrhundertwende.

MDR SINFONIEORCHESTER
Víkingur Ólafsson | Klavier
Kristjan Järvi | Dirigent


► Sonntag | 18.6. | 19:30 Uhr | Gewandhaus

Tickets für dieses Konzert

► Konzerteinführung: Mehr Informationen zu Werken und Künstlern erhalten Sie ab 18.45 Uhr im Schumann-Eck des Gewandhauses.


PRACTICAL SPIRITUALITY - Das MDR Festival im Radio

Vier Konzerte des Festivals werden von MDR KULTUR & MDR KLASSIK im Radioprogramm gesendet:

Freitag, 9.6. - Sendung zu einem späteren Zeitpunkt
Sonntag, 11.6. - Sendung am 11.6., 19.30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. April 2017, 14:22 Uhr