MDR-Kammermusik-Ensembles : Das Leipziger Schlagzeugensemble
Zehn Fragen an das Leipziger Schlagzeugensemble
Wer sind Sie?
Wir sind Gerd Schenker, Stefan Stopora, Winfried Nitzsche, Sven Pauli sowie Thomas Winkler. Wir fünf sind Mitglieder der Schlagzeuggruppe des MDR SINFONIEORCHESTERS.
Wie, wann und wo ist das Ensemble entstanden?
Das Ensemble basiert auf der Idee, pure Schlagzeugmusik zu spielen und damit die Vielfalt des Schlagzeuginstrumentariums dem Publikum näher zu bringen. Schon Anfang der 70er-Jahre keimte die Idee auf. Anlass zur Gründung ergab sich aus einem Kammerkonzert im Januar 1983 in dem Berliner TIP (Theater im Palast). Damals spielte die Schlagzeuggruppe des Rundfunk-Sinfonieorchesters Leipzig das Werk "Kammermusik IV" vom Berliner Komponisten Christfried Schmidt, eine Uraufführung.
Was schätzen Sie an Ihrem Ensemble?
Teamwork! Das braucht es sowohl im Orchester als auch im Ensemble. Voraussetzung dafür sind gute Kollegialität und Verständnis für und miteinander.
Wo kann das Publikum Sie sehen?
Unser Repertoire bezieht sich hauptsächlich auf Werke von Komponisten aus dem unmittelbaren Arbeitsumfeld des Ensembles. So sind die meisten Kompositionen in intensiver Zusammenarbeit mit den Interpreten entstanden. Diese Stücke sind eingebettet in Programme mit Werken nationaler und internationaler Komponisten und ein wichtiger und besonderer Bestandteil unserer Konzerttätigkeit. Demzufolge sind die meisten Auftrittsorte auch in diesem Umkreis zu finden, beispielsweise bei nationalen Festivals für Neue Musik in Berlin, Leipzig, Dresden, Weimar, Halle und Gera. Außerdem fanden Konzerte in Deutschland und Europa statt, z.B. in Heidelberg, Hannover, Karlsruhe, Duisburg, Bamberg oder auch in der Schweiz.
Was sind Ihre musikalischen Schwerpunkte?
Zeitgenössische Musik. Das ist für unsere Instrumentalmusik das A und O. Zu den kontinuierlichen Aufgaben des Ensembles gehören Projekte der zeitgenössischen Musikszene vor allem in Leipzig.
Welches ist Ihr liebstes Musikstück?
Es gibt so viele Lieblingsstücke. Da können wir uns nicht festlegen.
... und welches möchten Sie unbedingt einmal spielen?
Wir sind für alles offen. Uns gefällt alles Innovative und Neue.
Wie wichtig ist Ihnen Applaus?
Applaus ist immer wichtig. Für uns bedeutet Applaus Wertschätzung und Anerkennung. Es ist die Belohnung für unsere Arbeit.
Warum ist Kammermusik wichtig?
Kammermusik ist herausfordernd: Es kommt auf genaustes Zusammenspiel an. Es gibt keinen Dirigenten. Das heißt man ist aufeinander angewiesen, muss sich abstimmen und aufeinander reagieren.
Was war Ihre bisher größte künstlerische Herausforderung?
Jedes neue Werk ist eine Herausforderung, vor allem in Zusammenarbeit mit den Komponisten. Wenn ein Neues Werk entsteht, gibt es zwischen uns dem Komponisten eine sehr intensive Zusammenarbeit. Davon wünschen wir uns noch mehr.
