Das Querflötenensemble Quintessenz posiert mit Instrumenten.
Bildrechte: Gert Mothes

MDR-Kammermusik-Ensembles Quintessenz

Christian Sprenger im Gespräch

Das Querflötenensemble Quintessenz posiert mit Instrumenten.
Bildrechte: Gert Mothes

Das Ensemble Quintessenz gehört zu den wenigen Kammermusikformationen, das nur aus Flöten besteht. Das führt einerseits dazu, dass die drei Flötistinnen und zwei Flötisten die meisten Stücke selbst arrangieren und andererseits dazu, dass sie auf Konzertbühnen und Festivals weltweit gefragt sind.

Was ist das Besondere an Ihrem Ensemble?

Zu allererst natürlich: fünf Flöten, die zusammen spielen. Das ist doch recht außergewöhnlich, zumal es dafür nur sehr wenig Originalliteratur gibt und wir deshalb fast alle unsere Arrangements selber machen - auch eine Besonderheit. Außerdem kommen wir alle nicht nur aus verschiedenen Orchestern, sondern auch aus verschiedensten Flötenschulen, daran soll auch unser Name erinnern. So sind Ute Günther und ich aus dem MDR SINFONIEORCHESTER, zwei Kolleginnen aus dem Leipziger Gewandhaus und eine Kollegin aus der Staatskapelle Halle.

Wie, wann und wo ist das Ensemble entstanden?

Wir haben uns 1996 gegründet, hier in Leipzig. Als Flötisten waren wir alle untereinander bekannt und hatten Lust, orchesterübergreifend einmal zusammen zu spielen. Aus einer eher lockeren Runde wurde irgendwann Ernst. Wir wurden immer professioneller und haben uns schließlich um Konzerte und PR gekümmert. Wir freuen uns riesig, dass das beim Publikum so gut ankommt.

Wie oft und wo konzertieren Sie?

Wir haben jährlich so an die zehn Konzerte, zu den unterschiedlichsten Anlässen. Mehr ist wegen unserer Festanstellungen in den Orchestern gar nicht möglich. Zur Zeit werden wir sehr häufig zu Flötenfestivals im In-und Ausland eingeladen, zum Beispiel nach Manchester, nach New York, nach Slowenien oder in die Schweiz. Das sind immer sehr gute Gelegenheiten, um auch selber mitzubekommen, was in der "Flötenwelt" so los ist. Ansonsten spielen wir recht oft in der Region aber auch in anderen Teilen Deutschlands wie in Berlin, Frankfurt oder Lübeck. Eine Sache, dir mir sehr am Herzen liegt, sind unsere Auftritte mit einem Schauspieler, mit dem wir musikalisch-literarische Programme gestalten. So gibt es z.B. jedes Jahr zu Himmelfahrt in der Denkmalschmiede Höfgen ein Wandelkonzert durch die dortigen Haine und Wiesen. Durch diese lockere Form kann man das Publikum noch ganz anders erreichen. Übrigens auch dadurch, dass wir unsere Konzerte selbst moderieren.

Was waren die bisherigen Höhepunkte Ihrer musikalischen Zusammenarbeit?

Dazu gehören ganz sicher die genannten Auslandsgastspiele. Das waren umjubelte Konzerte und wir hatten tolle Reaktionen auch vom Fachpublikum, welches natürlich bei solchen Festivals dabei ist. In Manchester zum Bespiel spielen beim British Flute Festival hunderte Flötisten und wenn man da das einzige deutsche Ensemble ist, macht einen das natürlich stolz. Weitere Höhepunkte sind unsere vier CDs mit Musik von der Renaissance bis zum Jazz und die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bei Workshops z.B. in der Leipziger Musikschule.

Das Leipziger Querflötenensemble Quintessenz - Die Mitglieder: Anna Garzuly-Wahlgren
Gudrun Hinze
Bettine Keyßer
Manfred Ludwig
Christian Sprenger

Zuletzt aktualisiert: 03. Juni 2010, 11:29 Uhr