MDR SINFONIEORCHESTER

Gastkonzert | 25. und 26.02.2013 | Dresden und Berlin : Pocket Symphonies on stage

Kein Werk dauert länger als vier Minuten! Der zweifache Echo-Preisträger Sven Helbig hat mit seiner aktuellen CD "Pocket Symphonies" Musik geschrieben, die man überall mit hinnehmen kann, ohne dass sie an Qualität verliert. Damit wollte er zeigen, welche Intensität und Kraft klassische Musik entfalten kann, wenn man sie maximal verdichtet. Chefdirigent Kristjan Järvi bringt die Miniaturen zusammen mit dem MDR SINFONIEORCHESTER und dem international renommierten Fauré Quartett am 25. Februar im Dresdner Albertinum und am 26. Februar im Admiralspalast in Berlin zur Uraufführung.

Sven Helbig

Sven Helbig liebt Gegensätze. Bekannt geworden durch den Liederzyklus "Mein Herz brennt", neu arrangierten Orchesterversionen von Liedern der deutschen Rockband Rammstein, schlägt er sich durch die aktuelle Musikkultur. Immer wieder vereint der klassisch ausgebildete Musiker in seinen Multimedia-Projekten Klassik und Pop und schafft damit ganz neue Hörkulturen. Er arbeitet mit Vertretern der klassischen Avantgarde zusammen, wie mit dem vielfach ausgezeichneten Fauré Quartett, amerikanischen Hip-Hop-Größen wie Snoop Dog oder dem deutschen Gangsta-Rapper Sido, für den er 2011 die Filmmusik zu dessen Kino-Debüt "Blutzbrüdaz" schrieb.

Erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem MDR

Fauré Quartett
Beim Konzert dabei: das Fauré Quartett

Auch für die Ensembles des MDR ist Sven Helbig kein Unbekannter mehr. Bereits 2009 lernten ihn die Musiker und Choristen kennen. Zum 20. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung inszenierte Helbig zusammen mit der Indie-Pop-Band Polarkreis 18 "Kinder der Freiheit", eine multimediale Performance für Sinfonieorchester und Chor. Nach der erfolgreichen und vielfach gelobten Zusammenarbeit kehrte Sven Helbig noch einmal in die MDR Studios am Leipziger Augustusplatz zurück.

Im November letzten Jahres nahm er zusammen mit dem neuen Chefdirigenten Kristjan Järvi seine "Pocket Symphonies" auf. "Diese zwölf Sinfonien sind nicht für den Konzertsaal gedacht", sagt Helbig. "Sie sind zum Unterwegs-Hören gedacht, also für die iPods und iPads." Er reagiere damit auf das heutige Hörverhalten vieler Musikkonsumenten, so der Komponist weiter. "Damals musste man zu Hause bleiben, um Musik zu hören", sagt Helbig. Heute finde Musik überall statt, an jedem Ort und zu jeder Zeit.

"Es ist schade, dass die meiste klassische Musik dabei auf der Strecke bleibt. Klassische Musik ufert in alle Richtungen aus. Sie hat eine große Dynamik, eine große Länge, verlangt nach einer großen Konzentration und ist auch auf eine bestimmte Weise gemischt, die die Umgebung verbietet."

Sven Helbig

Mit seinen "Pocket Symphonies" habe er deshalb versucht, Stücke zu komponieren, die sich ihrer neuen Hörumgebung anpassen. "Sie sind kürzer", sagt Helbig. "Sie sind in der Dynamik eingeschränkter und funktionieren genau wie Popsongs." Auf dem Album befinden sich genau zwölf Titel. Das entspricht dem allgemeinen Format eines Pop- oder Rock-Albums. Jede dieser sinfonischen Miniaturen umfasse ein anderes thematisches Spektrum, von heiter über witzig bis traurig.

Sven Helbig geht ungewöhnliche Wege

Sven Helbig ist bekannt dafür, ungewöhnliche Wege in der Musik zu gehen. Deshalb versucht er auf seinem neuen Album, moderne Hörgewohnheiten mit Klassik zu verbinden. Am 22. Februar ist Album-Release seines neuen Albums "Pocket Symphonies", am 25. und 26. Februar erleben die zwölf Klassik-Titel ihre Uraufführung. Unter der Leitung von Chefdirigent Kristjan Järvi spielen Erika Geldsetzer (Violine), Dirk Mommertz (Klavier), Sascha Frömbling (Viola) und Konstanton Heidrich (Violoncello) alias das Fauré Quartett zusammen mit dem MDR SINFONIEORCHESTER vor außergewöhnlichen Konzertkulisse.

Zuletzt aktualisiert: 26. Februar 2013, 10:37 Uhr

Konzerttermine:

25.02.2013 | 20:00 Uhr | Dresden | Albertinum - Lichthof

26.02.2013 | 20:30 Uhr | Berlin - Admiralspalast

Mitwirkende:

Fauré Quartett
MDR Sinfonieorchester
Dirigent: Kristjan Järvi

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