800 Jahre Dresdner Kreuzchor

Berühmte ehemalige Kruzianer

Theo Adam und Peter Schreier gehören dazu, aber auch Jens Sembdner von den "Prinzen".

Theo Adam
Theo Adam - Opernsänger und Opernregisseur (geb. 1926) Theo Adam war einer der bekanntesten Opern- und Konzertsänger in der DDR. Von 1937 bis 1944 Mitglied des Dresdner Kreuzchores, kam er 1944 als Soldat zur Wehrmacht und geriet Gefangenschaft. 1946 kehrte Adam in die Elbstadt zurück und arbeitete als Neulehrer. Nebenbei nahm er Gesangsunterricht. 1949 erhielt Adam ein Engagement an der Dresdner Staatsoper. Nur drei Jahre später debütierte er bei den Bayreuther Festspielen. Ab 1953 gehörte er zum Ensemble der Berliner Staatsoper. Seine Bass-Stimme ertönte von nun an auf den bedeutendsten Bühnen der Welt. 1972 trat er erstmals mit einer eigenen Inszenierung von Mozarts "Die Hochzeit des Figaro" in Erscheinung. Für seine großen musikalischen Leistungen erhielt Adam zahlreiche Auszeichnungen. Bildrechte: IMAGO
Theo Adam
Theo Adam - Opernsänger und Opernregisseur (geb. 1926) Theo Adam war einer der bekanntesten Opern- und Konzertsänger in der DDR. Von 1937 bis 1944 Mitglied des Dresdner Kreuzchores, kam er 1944 als Soldat zur Wehrmacht und geriet Gefangenschaft. 1946 kehrte Adam in die Elbstadt zurück und arbeitete als Neulehrer. Nebenbei nahm er Gesangsunterricht. 1949 erhielt Adam ein Engagement an der Dresdner Staatsoper. Nur drei Jahre später debütierte er bei den Bayreuther Festspielen. Ab 1953 gehörte er zum Ensemble der Berliner Staatsoper. Seine Bass-Stimme ertönte von nun an auf den bedeutendsten Bühnen der Welt. 1972 trat er erstmals mit einer eigenen Inszenierung von Mozarts "Die Hochzeit des Figaro" in Erscheinung. Für seine großen musikalischen Leistungen erhielt Adam zahlreiche Auszeichnungen. Bildrechte: IMAGO
Peter Schreier beim Besuch in der Kreuzschule.jpg
Peter Schreier - Sänger und Dirigent (geb. 1935) Neben Theo Adam war Peter Schreier der bekannteste Opern- und Konzertsänger der DDR. Mit acht Jahren trat der Kantorensohn aus Meißen dem Dresdner Kreuzchor bei. Er studierte von 1956 bis 1959 Dirigieren und Gesang an der Dresdner Musikhochschule. 1961 bekam Schreier ein Angebot von der Staatsoper Dresden. Schnell konnte sich Schreier im lyrischen Fach der Oper, Oratorien und im Liedgesang etablieren können. Seit Mitte der 1960er-Jahre war er auch im Ausland gefragt, gastierte unter anderem in Wien, Mailand, Salzburg, New York. Schreiers umfassendes Repertoire reicht von Bach, Beethoven und Brahms über Händel, Mozart und Schubert bis hin zu zeitgenössischer Musik. Während seiner Laufbahn nahm er etwa 600 Schallplatten auf. Ab 1970 war Schreier auch als Chor- und Orchesterdirigent tätig. Im Juni 2000 gab er seine Abschiedsvorstellung als "Tamino" in Mozarts "Zauberflöte". Fortan wirkte Peter Schreier in erster Linie als Dirigent und trat bis 2005 weiter als Lied- und Oratoriensänger auf. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Porträt des Bandmitglieds von "Die Prinzen", Jens Sembdner
Jens Sembdner – Sänger bei den "Prinzen" (geb. 1967) Jens Sembdner ist der Bass bei den "Prinzen" und der einzige der fünf Bandmitglieder, der kein Thomaner war, sondern mit dem Dresdner Kreuzchor von 1976 bis 1983 um die Welt tourte. 1987 gründete er zusammen mit Sebastian Krumbiegel und Wolfgang Lenk die "Herzbuben", aus der später "Die Prinzen" hervorgingen und mit der er nach 1990 erfolgreich wurde. 2007 veröffentlichte Sembdner mit "Da, wo du bist" sein erstes Soloalbum. Mit den "Prinzen", die gerade ihr 25-jähriges Bestehen feierten, wurde Sembdner 2015 mit dem Europäischen Kulturpreis für das gesellschaftliches Engagement der Band ausgezeichnet. Zudem erschien im Mai 2015 ihr neues "Familienalbum". Bildrechte: dpa
Organist Matthias Eisenberg
Matthias Eisenberg - Organist, Cembalist und Kirchenmusiker (geb. 1956) Fünf Jahre war Matthias Eisenberg Mitglied des Kreuzchores, bevor er an der Leipziger Musikhochschule studierte. Nachdem er mehrere internationale Wettbewerbe gewonnen hatte, wurde er 1980 zum Organisten am Leipziger Gewandhaus berufen. Da war er gerade 24 Jahre alt. Gleichzeitig kam er als Cembalist zum Leipziger Bachorchester. 1986 kehrt er von einer Konzertreise im Westen nicht in die DDR zurück. Von nun an führten den Meister der freien Improvisation Konzertreisen um die ganze Welt. Von 1992 bis 2004 arbeitete er als Kirchenmusiker auf Sylt. Von 2004 bis 2013 war Eisenberg Kantor und Organist in Zwickau. Bildrechte: IMAGO
Ulrich Kaiser dirigiert den MDR KINDERCHOR
Ulrich Kaiser - Chorleiter, Dirigent und Kirchenmusiker (geb. 1973) Der Dirigent und Musikpädagoge Ulrich Kaiser leitet seit August 2011 den MDR KINDERCHOR und seit 2012 das Leipziger Vocalensemble. Außerdem unterrichtet er als Dozent für Chorleitung und ist Gesangspädagoge. Seine erste Ausbildung erhielt Kaiser im Dresdner Kreuzchor. Mit 13 Jahren erlernte er das Dirigieren und wurde zwei Jahre später Assistent des Kreuzkantors. Nach der Wende wechselte er zum Windsbacher Knabenchor. Dort gründete er auch einen Kinderchor, einen Kirchenchor, ein Vokalensemble sowie ein Kammerorchester. Sein Musikstudium führte Kaiser nach Berlin, wo er den Amadeus-Chor und das Amadeus-Kammerorchester Berlin gründete, war Kaiser von 2003 bis 2011 Leiter des Neuen Knabenchores Hamburg, bevor er nach Leipzig gerufen wurde. Bildrechte: Christiane Höhne
Udo Zimmermann
Udo Zimmermann - Komponist, Dirigent und ehem. Intendant (geb. 1943) Udo Zimmermann war von 1954 bis 1962 Kruzianer und studierte später an der Dresdner Musikhochschule Komposition, Dirigieren und Gesang. Ab 1970 arbeitete er als Chefdramaturg an der Staatsoper Dresden und gründete dort 1974 das "Studio Neue Musik", aus dem 1986 das "Dresdner Zentrum für Neue Musik" hervorging. Außerdem hob er die "Dresdner Tage für zeitgenössische Musik" aus der Taufe. Ab den 1980er-Jahren wurde Zimmermann auch im Westen Deutschlands bekannt: 1982 kam seine Oper "Die Wundersame Schustersfrau" bei den Schwetzinger Festspielen heraus. Im selben Jahr wurde "Pax questuosa" ("Der klagende Friede") als Auftragswerk vom Berliner Philharmonischen Orchester uraufgeführt. Ebenfalls 1982 gelangte seine "Songerie pour orchestre de chambre" bei den Salzburger Festspielen zur Uraufführung. Von 1990 bis 2001 war Udo Zimmermann Intendant der Oper Leipzig. Auch hier galt sein Hauptaugenmerk besonders dem Musiktheater des 20. Jahrhunderts. Unter seiner Ägide kamen zahlreiche zeitgenössische Kompositionen u.a. von Karlheinz Stockhausen zur Aufführung. In seiner letzten Leipziger Spielzeit führte Zimmermann mit der 1973 entstandenen Oper "Levins Mühle" erstmals ein eigenes Werk in Leipzig auf. Nach einem kurzen Intermezzo als Intendant an der Deutschen Oper Berlin wurde Zimmermann 2004 zum Intendanten des Festspielhauses Hellerau berufen, das er bis 2008 leitete. Danach wurde er, nach zwölfjähriger Schaffenspause aufgrund seiner Aufgaben als Intendant, wieder kompositorisch aktiv und schrieb unter anderem ein Solokonzert für den Cellisten Jan Vogler. Bildrechte: IMAGO
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Herr Kreile
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Ein Mann sitzt.
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