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Kripo live | 23.10.2011 | 19:50 Uhr : Einbruch bei Autoverwerter in Geilsdorf

Auf Jens Seiners Autoverwertung im thüringischen Geilsdorf stehen zahlreiche alte Autos und Schrottkisten. Doch für den Unternehmer sind es wertvolle Altwagen, an denen sich im September ein paar Diebe ordentlich bedient haben.

Die Autoverwertung in Geilsdorf
In die Autoverwertung in Geilsdorf, südlich von Erfurt, wurde eingebrochen.

In eine Autoverwertung in Geilsdorf, südlich von Erfurt, ist in der Nacht vom 10. zum 11. September 2011 eingebrochen worden. Auf dem Firmenhof stehen zahlreiche Altwagen und schrottreife Autos, in denen allerdings noch viele wertvolle Einzelteile stecken. Das Geschäft des Autoverwerters besteht unter anderem darin, diese für die Hälfte des Neupreises oder noch günstiger zu verkaufen, was für viele Kunden sehr attraktiv ist. Eine große Lagerhalle gibt es nicht. Was oft verkauft wird, liegt zwar griffbereit. Viele Teile werden aber auch erst dann aus den abgestellten Autos ausgebaut, wenn ein Kunde sie braucht.

Audi-Teile im Visier

geplünderte Audis
Ziel waren die Audis A4, an denen im großen Stil Scheinwefer und Stoßstangen abmontiert wurden.

Die Diebe haben wahrscheinlich im Auftrag gehandelt. Sie hatten es vor allem auf Audis vom Typ A4 abgesehen und montierten verschiedene Scheinwerfer und Stoßstangen ab. Wer solche Teile ausbaut, hat sehr wahrscheinlich Ahnung von Fahrzeugen. Angesichts der Menge, die hier gestohlen wurde, benötigten die Diebe bestimmt 3,5 Stunden, um alles durchzuwühlen, zu suchen, auszubauen und zu verladen. Die Polizei geht von insgesamt drei Tätern aus, die wahrscheinlich mit einem eigenen Fahrzeug kamen.

Ihren Wagen stellten die Täter etwas abseits ab. Vermutlich blieb dort auch ein Komplize zurück. Mindestens zwei andere gelangten dann über ein angrenzendes Grundstück auf das Firmengelände. Auf dem weiträumigen Gelände liefen sie dann zielstrebig zu ganz speziellen Autos und bauten in aller Ruhe ab, was sie brauchten. Bei einem schlugen sie eine Scheibe ein, stahlen das Steuergerät und im Frontbereich die Klarglasscheinwerfer sowie die Stoßstange – allesamt die wertvollsten Teile eines jeden Fahrzeugs hier in der Autoverwertung. Das betroffene Auto selbst war gar nicht mal zum Ausschlachten bestimmt. Es hätte noch für 5.000 bis 6.000 Euro verkauft werden können. Die gestohlenen Teile haben einen Wert von rund 2.000 Euro.

Fahrbereiter Golf gestohlen

Auf ihrer Plündertour gingen die Diebe ohne Rücksicht auf weitere Beschädigungen vor. Sie drangen aber auch ins Büro der Firma ein. Hier durchwühlten sie alles und nahmen zahlreiche Autoschlüssel mit. Eine Etage tiefer nahmen sie jede Menge teure Werkzeuge mit. Die mit der Zeit zusammengesuchte Beute war am Ende wohl so schwer, dass sie nicht mehr weggetragen werden konnte. Da kam ihnen der VW Golf, der fahrbereit in der Werkstatt stand, wohl gerade recht. Sie packten ihn voll und fuhren damit vom Hof.

Der gestohlene Golf tauchte etwa 15 Kilometer vom Tatort entfernt wieder auf: in Ilmenau, in einer Gartenanlage (Ziegelhüttenweg). Vielleicht wurde das Diebesgut in Ilmenau umgeladen. Gefunden wurde der Golf erst am 8. Oktober, also knapp einen Monat nach dem Einbruch. Zur gleichen Zeit wurde allerdings der Diebstahl eines schwarzen VW Polos (Baujahr '89) gemeldet. Dieser Wagen ist noch immer verschwunden. Genau wie das restliche Diebesgut. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 20.000 Euro, die dem Autoverwerter auch nicht ersetzt werden, denn eine Versicherung kann er sich nach eigener Aussage nicht leisten.

  • Wer hat in der Nacht vom 10. zum 11. September auf dem Gelände der Autoverwertung verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet?
  • Wem wurde das Diebesgut angeboten?

Hinweise bitte an die Kripo Gotha, Tel.: 03621 781424.

Zuletzt aktualisiert: 22. Oktober 2011, 12:00 Uhr

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