Sendung vom 14. August 2011 : Handtaschenraub mit Todesfolge in Brandenburg
Ein Unbekannter hat am Morgen des 24. Mai 2011 in Brandenburg einer 80-jährigen Frau die Handtasche von der Schulter gerissen. Die Frau stürzte so unglücklich, dass sie sich schwere und schwerste Verletzungen zuzog. Am 9. Juni 2011, 16 Tage nach dem Überfall, erlag die Rentnerin ihren schweren Kopfverletzungen.
Vera M. hatte gegen 09:15 Uhr ihre Wohnung im Ortsteil Hohenstücken verlassen, um zur Marktpassage am Tschirchdamm zu laufen. Wenig später fanden Passanten die bewusstlose Frau. Sie wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Zunächst vermuteten die Rettungskräfte einen Unfall.
Das Verbrechen enthüllte sich erst später, als die Frau für kurze Zeit das Bewusstsein wiedererlangte und von dem Überfall berichtete. Sie konnte jedoch nur ungenaue Angaben zum Täter machen: Es sei ein junger Mann gewesen, der ihr auf dem Fahrrad entgegengekommen sei.
Die gestohlene Tasche ist aus fliederfarbenem Leder, etwa 30 x 40 Zentimeter groß, mit zwei Reißverschlüssen, zwei Trageriemen, einem Schultergurt und einer großen silbernen Schnalle. In der Tasche befanden sich u. a. der Ausweis der Frau, ihre EC-Karte sowie ein Portemonnaie mit wenig Bargeld.
Belohnung von 3.000 Euro ausgesetzt
Für die Suche nach dem Täter gibt es derzeit wenig Anhaltspunkte. In Brandenburg wurden jedoch noch weitere Handtaschen geraubt. Zu einem Fall, der sich in den Morgenstunden des 15. Juni 2011 am Gallberg ereignete, konnte ein Phantombild erstellt werden. Der Unbekannte – vermutlich Deutscher – soll Anfang zwanzig sein. Er ist ca. 1,80 Meter groß, sehr schlank und hat kurzes dunkles Haar. Möglicherweise handelt es sich bei dem Mann auch um den Täter vom 24. Mai.
- Wer hat die Tat am Vormittag des 24. Mai 2011 beobachtet?
- Wer kennt die abgebildete Person?
- Wo ist die Tasche des Opfers bzw. ihr Inhalt aufgetaucht?
Für Hinweise, die zur Aufklärung führen, ist eine Belohnung von 3.000 Euro ausgesetzt.
