Kripo live | 13.11.2011 | 19:50 Uhr : Einbrüche in Gartenlauben bei Magdeburg
Sie sind der Albtraum für Besitzer von Gartenlauben: Einbrecher. Sie ziehen nächtelang durch die Kleingartenanlagen, stehlen dabei und randalieren. Der dabei entstandene Schaden ist oftmals größer, als der Wert des Diebesgutes. So auch in Heyrothsberge nahe Magdeburg.
Die Kleingartensparte "Kurze Stücken" in Heyrothsberge im Magdeburger Umland ist Jahr für Jahr ein beliebtes Ziel von Dieben. Diese kommen traditionell am liebsten im Herbst-/Winter-Halbjahr, denn dann sind die Lauben unbewohnt und die Nutzer oft nicht anwesend. Das macht es für die Täter leicht, sich hier umzuschauen. In Heyrothsberge kamen die Diebe relativ früh, als die Laubenpieper ihre Gärten noch nicht einmal winterfest gemacht hatten. Die Rede ist von der Nacht vom 26. zum 27. Oktober 2011. Eine Laube nach der anderen wurde aufgebrochen und verwüstet. Wo es etwas zu holen gab, wurde abgeräumt.
Das Ausmaß der Einbrüche ist groß und frustrierend. Dabei ist man hier derartige Schicksalsschläge gewohnt. Bei einem Gartenbesitzer waren die Diebe schon so oft, dass er im Laufe der Zeit ganz spezielle Abwehrstrategien entwickelt hat: Mit einem Schild werden ungebetene Gäste jetzt in Deutsch, Russisch und Englisch informiert, dass die Tür offen und drinnen nichts zu holen ist. "Wenn sie rein wollen, die Spitzbuben, dann machen sie mir alles kaputt", erklärt er die Maßnahme. Außerdem sähe seine Laube neuerdings immer etwas unaufgeräumt aus. Doch das ist Absicht. Diebe sollen denken, hier sei ihnen schon jemand zuvorgekommen …
Viele Geräte gestohlen
Insgesamt 15 Gartenlauben wurden in jener Nacht aufgebrochen und geplündert. So schlimm war es in keinem Jahr zuvor. Auch der Geräteschuppen eines Gartens wurde komplett leer geräumt. Zahlreiche Großgeräte wurden gestohlen, darunter ein Pflug und eine Motorhacke. Der Wiederbeschaffungswert wird auf mindestens 6.000 Euro geschätzt. Transportiert haben die Täter das Diebesgut mit einer Schubkarre. Mit ihr wurde es vor der Gartenanlage in einen größeren PKW (eventuell mit Anhänger) oder in einen Kleintransporter geladen.
Einen Tag nach den Einbrüchen hat ein Zeuge das Diebesgut in einem Waldstück bei Gerwisch gefunden. Es war mit Reisig abgedeckt. Vermutlich hatten die Diebe es zum Abtransport bereitgestellt. Warum es dazu letztendlich nicht kam, ist unklar. Ebenfalls offen ist, ob der Fund komplett ist oder ob vielleicht doch noch das eine oder andere Stück fehlt.
- Wer hat in der Nacht vom 26. zum 27. Oktober in der Nähe des Tatortes ein verdächtiges Fahrzeug beobachtet?
- Wer hat in der Nähe des Fundortes des Diebesgutes - in einem Waldstück bei Gerwisch, an der Schulzenbreite - ebenfalls verdächtige Fahrzeuge oder Personen beobachtet?
