Kripo live | 25.09.2011 | 19:50 Uhr : Einbruchserie in Dresden
Seit dem späten Frühjahr 2011 beschäftigt die Dresdner Polizei eine Einbruchserie, bei der kaum eine Nacht ohne einen Zwischenfall verstreicht. Besonders hat dabei die Zahl der Büroeinbrüche zugenommen – Ende August waren es bereits 400. Zum Vergleich: Im gesamten Vorjahr wurde insgesamt dreihundert Mal in Büros eingebrochen. Die Polizei befürchtet, dass sich diese Zahl bis zum Jahresende 2011 verdoppelt haben wird. Aufgrund der immer gleichen Vorgehensweise – die Täter durchsuchen alle Räume, brechen Schränke und Türen auf und verursachen dabei oft einen enormen Sachschaden – und der Homogenität des Diebesguts – Computer, Laptops, Kameras – geht die Polizei von Serientätern aus.
Ein Beispielfall: Am 13. Juni 2011 brachen Unbekannte in eine Passage im Stadtteil Dresden-Gießen ein. Neben einer Firma waren von diesem Einbruch auch eine Fahrschule und ein Biomarkt betroffen. Aus der Firma entwendeten die Diebe neben fünf Laptops und vier Netbooks zusätzlich Bargeld. Im Biomarkt brachen sie einen Tresor auf, in dem sie etwa 1.000 Euro fanden.
Schon aus dem April gibt es ein Fahndungsfoto, das die Polizei jetzt der Einbruchserie zuordnet. Das Bild zeigt einen Mann, der in der Nacht zum 12. April 2011 an einem Geldautomaten in der Kesselsdorfer Straße Geld abgehoben hat. Die EC-Karte stammt aus einem Einbruch, der in der gleichen Nacht in Dresden-Strehlen stattgefunden hatte. Die Einbrecher waren in mehrere Büros eingebrochen und hatten neben Bargeld auch Bürotechnik – u.a. einen Laptop, einen Beamer und eine Kamera – sowie die EC-Karte gestohlen.
Neben Einbrüchen in Büros haben auch Einbrüche in Frisörgeschäfte Hochkonjunktur. Die Entwicklung der Zahlen ist ähnlich besorgniserregend: 2011 gab es bisher knapp 60 solcher Zwischenfälle; im gesamten Vorjahr waren es 23. Im Unterschied zu den Büroeinbrüchen haben es die Täter in diesen Fällen jedoch fast ausschließlich auf die Tageseinnahmen und das Wechselgeld abgesehen. Die Polizei geht deshalb von unterschiedlichen Tätergruppen aus.
Die Polizei fordert Ladenbesitzer auf, sich selbst besser zu schützen. Tresore zum Beispiel gibt es in verschiedenen Sicherheitsstufen. Zusätzlich empfohlen: der Einsatz von Alarmanlagen. Akustische Alarmanlagen leisten besonders gute Dienste: Zum einen werden die Täter verschreckt. Zum anderen werden durch die Anlage Anwohner und Passanten aufmerksam gemacht, die die Polizei rufen und die flüchtenden Täter später eventuell beschreiben können.
Wer kennt den gezeigten Mann?
Hinweise bitte an die Kripo Dresden, Tel.: 0351 4832233.
