Raub, Einbruch, Vandalismus

Kripo live | 27.11.2011 | 19:50 Uhr : Groß angelegter Metall-Diebstahl im Vogtland

Metall-Diebstahl in großem Stil gab es im Vogtlandkreis. Vermisst werden mehrere Tonnen Aluminiumband und zwei blaue Schrottcontainer, mit denen alles abtransportiert wurde.

In Mylau/Vogtlandkreis sind am Wochenende 19./20. November 2011 insgesamt 29 Tonnen Metall gestohlen worden. Die Täter holten sich ihre Beute vom Gelände zweier Firmen, die unter anderem die Autoindustrie beliefern und hier Lager- sowie Produktionshallen haben.

Ein Zollstock lehnt neben einer Lücke in einem Holzlattenzaun
Durch dieses Loch im Zaun kamen die Diebe.

Die Diebe kamen am Abend des 19. November durch einen Zaun auf das Gelände, drehten eine Kamera weg, öffneten gewaltsam ein Nebeneingangstor und fuhren mit mindestens einem LKW auf das Betriebsgelände. Unter einer überdachten Lagerstelle entwendeten sie 13 Rollen Aluminiumband mit einem Gewicht von etwa 13 Tonnen. Mit einem vor Ort gefundenen Gabelstapler brachen sie rabiat das Tor einer Produktionshalle auf und holten sich von dort ca. vier Tonnen Edelstahlbleche. Aus einer benachbarten Halle stahlen sie weitere zwölf Tonnen Aluminium- und Kupfer-Zinn-Band.

Metall hat jetzt nur noch Schrottwert

Ein LKW mit einem blauen Metallcontainer
Mit einem LKW wurden die Container weggefahren.

Das Metall luden die Diebe mit Hilfe des Gabelstaplers in zwei Schrott-Rollcontainer, die ebenfalls auf dem Firmengelände standen. Dabei gingen sie ebenfalls wenig vorsichtig vor. Die auf jeweils etwa 1x1 Meter großen Paletten liegenden Metallrollen (Durchmesser ebenfalls etwa ein Meter) ließen sie einfach in die Container knallen. Damit ist das Metall nicht mehr für eine reguläre Produktion nutzbar, sondern nur noch für Schrotthändler interessant. Wahrscheinlich wurde das Metall auch nur gestohlen, um es an Schrotthändler zu verkaufen.

Ein blauer Metallcontainer steht an einer Betonrampe
Wo sind die Container geblieben?

Mit einem oder mehr LKWs wurden dann die Rollcontainer weggeschafft. Das Ganze lief irgendwann zwischen 18:00 und 24:00 Uhr ab. In dieser Zeit wurden in der angrenzenden Wohngegend verdächtige Geräusche gehört. Die Täter mussten auch vor Mitternacht fertig sein, da ab 0:00 Uhr das Sonntagsfahrverbot für LKWs bestand. In dieser Zeit wäre ein derartiger Transport sehr auffällig und gefährlich gewesen. Die Ermittler halten es für gut möglich, dass die Container mit der Beute irgendwo in der Nähe zwischengelagert wurden und irgendwann nach und nach mit unauffälligeren Fahrzeugen abgeholt werden sollen.

Blaue Container gesucht

"Scholz Kompetenz in Schrott" lautet die Aufschrift auf einem blauen Metallcontainer
Gesucht: Container mit dieser Aufschrift

Das Metall hat einen Wert von etwa 91.000 Euro. Hinzu kommt noch ein beträchtlicher Sachschaden von über 30.000 Euro. Gesucht wird nun nach einem verdächtigen weißen Spezialtransporter mit Anhänger, der mit der Tat in Verbindung stehen könnte. Außerdem werden noch die Schrottcontainer vermisst. Diese sind blau und tragen die Aufschrift "Scholz – Kompetenz in Schrott". Ein Container hat die Nr. "52-36-015".

  • Wer hat an jenem Wochenende in Mylau und Umgebung ein entsprechendes Transportfahrzeug mit blauen Containern gesehen?
  • Wem sind die markanten Behältnisse irgendwo aufgefallen?

Hinweise bitte an die Kripo in Zwickau, Tel.: 0375 4284480

Zuletzt aktualisiert: 25. November 2011, 21:08 Uhr

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