Andris Nelsons dirigiert
Der zukünftige Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons Bildrechte: MDR/ Christiane Höhne

artour | 01.06.2017 Einer der gefragtesten Dirigenten der Welt in Leipzig

Der zukünftige Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons +++ Konstantin Wecker wird 70 +++ Die Werkstätten Hellerau +++ "In Zeiten des abnehmenden Lichts" +++ Clemens Krauss als artist in residence in Dessau

Andris Nelsons dirigiert
Der zukünftige Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons Bildrechte: MDR/ Christiane Höhne

Der zukünftige Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons

Die Musikwelt schaut staunend auf Leipzig. Denn hierhin zieht es Andris Nelsons, einen der gefragtesten Dirigenten der Welt. Ab 2018 wird er Gewandhauskapellmeister. Dafür hat er die kleine Stadt an der Pleiße Angeboten aus großen Metropolen vorgezogen. Denn die haben nicht, was Leipzig hat: Das Gewandhausorchester. Ein Porträt des lettischen Dirigenten Andris Nelsons, der im nächsten Jahr neuer Gewandhauskapellmeister werden wird.

Autorin: Anna Schmidt


Konstantin Wecker zum 70. Geburtstag

Sensibler Berserker, Hochkultur und Halbwelt, Absturz und Belcanto – Weckers Leben ist eins der Gegensätze und Widersprüche. Zu seinem 70. Geburtstag am 1. Juni 2017 geht er auf Tour und veröffentlicht seine Autobiografie: "Das ganze schrecklich schöne Leben".

Autor: Lars Friedrich


Eine Marke glänzt, seit mehr als 100 Jahren – Die Deutschen Werkstätten Hellerau

Werkstatthalle im Überblick.
Ein Blick in die Deutschen Werkstätten Hellerau Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Als Möbelwerkstatt mit Reformgeist von Karl Schmidt 1898 gegründet, sollten in den "Deutschen Werkstätten Hellerau" Möbel hergestellt werden für das Volk. Bezahlbar und schön. Auch in der DDR hat man an diesem Gedanken festgehalten. In Hellerau bei Dresden arbeiteten die besten Gestalter der DDR, auch ehemalige Bauhausdesigner. DDR Bürger warteten auf eine MDW 80 Schrankwand aus den berühmten Werkstätten gern ein Jahr oder länger.

Dass das alles nach der Wende nicht den "Bach runter ging" ist einem mutigen Unternehmer aus dem Westen zu verdanken, der die Marke "Deutsche Werkstätten Hellerau" vor genau 25 Jahren wieder blank putzen wollte. Fritz Straub, war Pharmaunternehmer und hatte keine Ahnung von Holz oder Möbeln. Aber er glaubte an die Idee "Hellerau". Heute wird hier das Interieur von Luxusyachten und Millionärsvillen gebaut. Ein riesiges Geschäft mit den Reichen dieser Welt. Und die Tradition, dass nur Qualität überdauert, ist erhalten geblieben. Eine außergewöhnliche Firmengeschichte im Osten Deutschlands.

Autorin: Henrike Sandner


Neu im Kino: "In Zeiten des abnehmenden Lichts"

Der Roman "In Zeiten des abnehmenden Lichts" von Eugen Ruge, für das Kino adaptiert von Wolfgang Kohlhaase, erzählt über vier Generationen die epochale Geschichte einer Familie, die in den letzten Tagen der DDR auf eigene Art und Weise zerfällt. Regisseur Matti Geschonneck inszenierte Wolfgang Kohlhaases geniales Drehbuch mit Freiheit und Präzision, sensibler Komik und anrührender Tragik für die große Leinwand.

Autorin: Gabriele Denecke


Maler im Dessauer Meisterhaus: Clemens Krauss als artist in residence

Mit Clemens Krauss ist die Malerei zurück in den Meisterhäusern. Erstmals seit 84 Jahren lebt und arbeitet wieder ein Maler in den Meisterhäusern des Bauhauses Dessau. Der Berliner Künstler Clemens Krauss beendet demnächst seine zweimonatige Residenz im Haus Schlemmer in der Künstlerkolonie. Im Ensemble der Meisterhäuser in Dessau wohnten in den 1920er Jahren Künstler der internationalen Avantgarde. Das Bauhaus ermöglicht es heutigen Künstlern, dort zeitweise zu leben und zu arbeiten. Krauss, geboren 1981, arbeitet mit einem naturwissenschaftlichen und einem künstlerischen Studium im Hintergrund.

Mann schaut Bilder an.
Der Maler Clemens Krauss mit seinen aktuellen Bildern. Bildrechte: Stiftung Bauhaus Dessau

Sein Ausgangspunkt ist der Mensch, der menschliche Körper, das Individuum und soziale Beziehungen, denn zusammen führen sie zur Gesellschaft, zur Interaktion. Krauss sagt: "Wo Gesellschaft stattfindet (...) findet auch alles, was an Friktionen und provokativem Material gibt, statt. Das erzählt viel über die Zeit, in der wir leben und zwar global und transnational gesehen und das ist der Ausgangspunkt meiner Arbeit." Im Haus Schlemmer lebt und arbeitet er bewusst als Maler, inspiriert durch die Geschichte des Hauses.

Autorin: Sabrina Gebauer

Kultourkalender

* Dresdner Musikfestspiele | 18. Mai bis 18. Juni 2017

* Ausstellung Magdeburg | "Seht, da ist der Mensch" | Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen | Bis 5.11.2017

* Filmstart "Code of Survival" | 1. Juni 2017

Autorin: Ulrike Reiß

Zuletzt aktualisiert: 02. Juni 2017, 10:44 Uhr

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Thomas Bille und Evelyn Fischer
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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