Pferderennen
Schon seit 1867 bringt die Pferderennbahn "Scheibenholz" in Leipzig die unterschiedlichsten Milieus zusammen. Bildrechte: Scheibenholz GmbH & Co. KG

artour | MDR FERNSEHEN | 14.09.2017 | 22:05 Uhr  150 Jahre Pferderennbahn "Scheibenholz" in Leipzig

Pferderennen
Schon seit 1867 bringt die Pferderennbahn "Scheibenholz" in Leipzig die unterschiedlichsten Milieus zusammen. Bildrechte: Scheibenholz GmbH & Co. KG

Das "Scheibenholz" wird 150 Jahre alt. Die Leipziger Pferderennbahn ist damit das älteste noch benutzte Sportgelände in Sachsen. Trotz mancher Krisen – und Kriege – werden hier seit 1867 Pferde auf die Rennbahn geschickt. Menschen haben sie nicht nur gezüchtet und trainiert, sondern verwetten teilweise ihr ganzes Vermögen darauf!

Historische Aufnahme der Galopprennbahn Scheibenholz
Eine historische Aufnahme der Galopprennbahn Scheibenholz Bildrechte: Galopprennbahn Scheibenholz

Hier trifft sich auf dem Sonntagsausflug das bunte Volk von den unteren Plätzen mit der Hautevolee auf der Tribüne, auf der 'Hut-Voliere', und die bunten Vögel des Wettmilieus gehören auch dazu. Woher kommt die Faszination der Pferderennen? Geht es um Pferde, um Selbstdarstellung? Um informelle Kontakte oder ums Wetten? artour trifft Bernd Schirm, Ehrenpräsident des Leipziger Reit- und Rennvereins, und den Schriftsteller Clemens Meyer, um die Faszination der Pferderennen zu verstehen.

Autor: Meinhard Michael

Neue Marx-Biografie

Jürgen Neffe: "Marx. Der Unvollendete"
Bildrechte: C. Bertelsmann

Warum wohl erscheint jetzt, nachdem alles gesagt und geschrieben schien über Karl Marx, den bedeutenden Denker und berüchtigten Rauschebart, eine weitere, eine neue Biografie? Weil 2018 sein 200. Geburtstag ist. Und womöglich auch, weil zwar der Marxismus durch die Geschichte, den sogenannten Kommunismus, gründlich diskreditiert wurde, Marx' Gedanken aber so aktuell erscheinen wie nie. Die Dauerkrise des realen Kapitalismus und die dramatisch wachsende Ungleichheit unter den Menschen: Karl Marx, der "Unvollendete" – wie Jürgen Neffe ihn im Titel seiner Biographie nennt – hat das alles bis ins Detail vorhergesehen – und war dabei selbst alles andere als ein Revolutionär.

Autor: Andreas Lueg

Jürgen Hart – Mehr als ein singender Sachse

Alt wollte er werden, grummelnd lustig den Wandel der Zeiten kommentieren. Das hat er nicht geschafft. Erreicht hat Jürgen Hart jedoch, dass die Menschen ihn bis heute nicht vergessen haben. Das liegt zum einen natürlich an seinem Hit als Sänger: "Sing mei Sachse sing", zum anderen daran, dass er als Kabarettist sein Publikum mit satirischen Anmerkungen zur Zeit unterhielt.

Die Leipziger Kabarettgruppe academixer mit Jürgen Hart, Peter Treuner, Katrin Hart und Christian Becher bei ihrem Bühnenprogramm "Die Wende hoch" am 20.01.1990.
Bildrechte: dpa

Jürgen Hart war ein stiller Beobachter. Er wächst in Treuen im Vogtland mit einem Musikervater auf, kommt nach Leipzig, um Lehrer zu werden und beginnt mit einem Studentenkabarett, seine Leidenschaft zu entwickeln: schreiben und auf der Bühne stehen, um andere mit Lachen zum Nachdenken zu bewegen.

Der studentische Versuch mausert sich zum Berufskabarett und wird schließlich eins der beliebtesten Ensembles in der DDR: die Akademixer. Jürgen Hart leitet es. Dafür muss er sich mit der SED-Politik arrangieren - eine schwierige Gratwanderung bis zum Ende dieses Staates. Mancher hat ihm diese Haltung übelgenommen. Jürgen Hart verstirbt am 9. April 2002 in Leipzig.

Autorin: Heike Bittner

Die Band "The Aberlour's" aus Halle

Man könnte meinen, dass die Band "The Aberlour's" sich ein Akkordeon besorgt hat, um endlich einmal auf dem Akkordeon Festival "Akkordeon Akut" aufzutreten. Doch das stimmt so nicht. Das Festival, das seit 2010 jährlich im Herbst stattfindet, ist in seinem Programm ebenso vielfältig wie das Instrument Akkordeon selbst. Und "The Aberlour's", die kurz gefasst Celtic-Folk-Rockmusik machen, spielen seit einiger Zeit mit Akkordeon statt mit Flöte. Das Leben verändert sich, eine Band auch - so kommentieren die Aberlour's aus Halle schlicht diesen Wechsel. Ihrer Musik tut das gut und neuerdings singen sie auch noch auf Deutsch. Ein Bandporträt.

Autor: Hans-Michael Marten

Kulturkalender

  • "Ohnmacht & Ekstase" - Jan Kummer in den Staatlichen Kunstsammlungen Chemnitz bis 31.10.
  • "Bambule im Herbst", Uraufführung am Deutschen Nationaltheater Weimar am 15.9. weitere Vorstellungen am 22. & 27.9., 10. & 28.10., 20.11.
  • Konzert mit Sierra Noble am 16.9. in Magdeburg, 22.9. in Blankenburg (Harz), 23.9. Lichtentanne bei Zwickau

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | artour | 14. September 2017 | 22:05 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. September 2017, 09:41 Uhr

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