Besucher betrachten am 10.06.2017 auf der documenta 14 in Kassel (Hessen) den 'Parthenon of Books' der argentinischen Künstlerin Marta Minujin.
Der "Parthenon der Bücher" gilt bereits als Symbol der Documenta 14. Bildrechte: dpa

Documenta in Kassel eröffnet "Die Kunst hat Vorrang"

Besucher betrachten am 10.06.2017 auf der documenta 14 in Kassel (Hessen) den 'Parthenon of Books' der argentinischen Künstlerin Marta Minujin.
Der "Parthenon der Bücher" gilt bereits als Symbol der Documenta 14. Bildrechte: dpa

In Kassel ist am Samstag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dem griechischen Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos die Documenta eröffnet worden. Sie gilt als die weltweit bedeutendste Ausstellung zeitgenössischer Kunst. Mehr als 160 Künstlerinnen und Künstler zeigen nun 100 Tage lang ihre Werke. Der Bundespräsident lobte vor allem das mutige Konzept der politischen Ausstellung.

Die Kunst hat Vorrang und das ist gut.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

In Athen läuft die Documenta bereits seit dem 8. April. Die Entscheidung sei richtig gewesen, die Documenta erstmals an zwei Orten stattfinden zu lassen, sagte Steinmeier. So gehe es darum, Vorurteile zu überprüfen, einmal die Perspektive des anderen einzunehmen und den Dialog zu suchen.

Die Documenta zeigt, wie Europa der Welt durch die Kultur die Botschaft von Frieden und Gerechtigkeit senden kann.

Prokopis Pavlopoulos, griechischer Staatspräsident
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (r) und der griechische Präsident Prokopis Pavlopoulos stehen am 10.06.2017 bei der Eröffnung der documenta 14 in Kassel (Hessen) zusammen.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der griechische Präsident Prokopis Pavlopoulos bei der Eröffnung der Documenta 14. Bildrechte: dpa

Steinmeier würdigte vor allem die Installation "Parthenon der Bücher" der argentinischen Künstlerin Marta Minujin. "Der Parthenon spiegelt die Konflikte unserer Zeit", sagte Steinmeier. Dazu gehöre das Ringen um Vernunft und um den Unterschied zwischen Lüge und Wahrheit.

Die Documenta in Kassel dauert noch bis zum 17. September, eine Million Besucher werden bis dahin erwartet.

Über dieses Thema berichtet MDR KULTUR auch im Radio: Gespräch | 09.06.2017 | 08:10 Uhr
"Was lernt Kassel von Athen?"
MDR KULTUR-Kunstredakteur Andreas Höll über die mit Spannung erwartete Schau in der Documenta-Stadt und den Vergleich zu Athen.

Beitrag | 10.06.2017 | 07:40 Uhr
"Lob und Tadel - Der Documenta-Erklärer Bazon Brock"
MDR KULTUR-Kunstredakteur Andreas Höll über den Schaudenker und Kunstphilosophen Bazon Brock, der in den 1960er-Jahren mit seiner Documenta-Besucherschule bekannt wurde und heute zu den schärfsten Kritikern der aktuellen Documenta zählt.

Diskurs | 10.06.2017 | 19:05 Uhr
"Schaudenker Bazon Brock"
MDR KULTUR-Kunstredakteur Andreas Höll über den Kunstphilosophen Bazon Brock, der zu den originellsten Denkern hierzulande zählt.

Zuletzt aktualisiert: 10. Juni 2017, 17:23 Uhr

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