Impressionen von der DOK Leipzig 2016.
Das Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Jubiläum. Bildrechte: DOK Leipzig 2016/Susann Jehnichen

Zwei zusätzliche Festivaltage DOK Leipzig wird zum Jubiläum verlängert

Impressionen von der DOK Leipzig 2016.
Das Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Jubiläum. Bildrechte: DOK Leipzig 2016/Susann Jehnichen

Das Festival für Dokumentar- und Animationsfilm wird für seine 60. Ausgabe die Spielzeit um einige Tage verlängern. Das teilte der Leiter der Auswahlkommission von DOK Leipzig, Ralph Eue, MDR KULTUR mit. Ursprünglich sollte es vom 30. Oktober bis zum 5. November stattfinden. Geplant sei nun zusätzlich am Wochenende vom 27. bis 29. Oktober alte und neue Filme aus 60 Jahren DOK zu zeigen. Dazu soll es Diskussionen rund um die Festivalgeschichte geben. Das offizielle Wettbewerbsprogramm startet wie geplant am 30. Oktober.

"Es geht uns nicht um einen Tanz ums goldene Kalb", sagte Eue MDR KULTUR. "Wir nehmen die sechzig Jahre zum Anlass, diese Geschichte fortzuschreiben."

Strategien für die Zukunft

Das übergreifende Motto der 60. Ausgabe von DOK Leipzig lautet "Nach der Angst". Vor dem Hintergrund aktueller politischer Polarisierungen und der Erschütterung demokratischer Werte will das Festival zukunftsweisende Strategien für Kunst und Politik zur Debatte aufzeigen. Inzwischen seien fast alle der eingereichten Filme gesichtet worden, sagte Eue. Fast alle der knapp 3.000 eingesandten Dokumentar- und Animationsfilmen habe die Auswahlkommission begutachtet.

Nun könne bald die Diskussion um das Programm beginnen, sagte Eue:

Ein Trumpf von DOK Leipzig war immer, dass die Auswahl sehr bemerkenswert war. Auch wenn nicht immer alle mit allem einverstanden waren. Aber die ausgewählten Filme haben immer eine innere Beunruhigung erzeugt. Und das ist das Beste, was ein Film überhaupt tun kann.

Ralph Eue, DOK Leipzig

Mehr Beachtung für Retrospektive

Laut Eue werde sich die Jubiläumsausgabe hinsichtlich ihres Stils und ihrer Atmosphäre anders anfühlen. So solle die Retrospektive mehr Beachtung finden, sagte der Programmleiter: "Die Archivfilme sollen so in Szene gesetzt werden, dass klar wird, diese Filme haben auch etwas mit uns zu tun." Hundert Jahre nach der Oktoberrevolution widmet sich die Retrospektive in diesem Jahr den filmischen Strategien der Machtrepräsentation totalitärer Regimes seit 1917.

Das Leipziger DOK-Festival ist das größte deutsche und eines der führenden internationalen Festivals für künstlerischen Dokumentar- und Animationsfilm.

Über dieses Thema berichtet MDR KULTUR auch im Radio: Kultur Kompakt – Kulturnachrichten | 03.08.2017 | 06:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. August 2017, 11:58 Uhr

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