Auszeichnung Ehren-Lola für Monika Schindler

Schnittmeisterin Monika Schindler wird mit dem Ehrenpreis der Deutschen Filmakademie ausgezeichnet. Wie die Filmakademie in Berlin mitteilte, wird Schindler für ihre Verdienste um den deutschen Film geehrt und ist für den Schnitt von über 100 Filmen, von namhaften Regisseuren wie Günter Reisch und Roland Gräf, verantwortlich. Akademiepräsidentin Iris Berben erklärte:

Ost und West, Dokumentar- und Spielfilm, analog und digital – Monika Schindler hat so viel und vielseitige deutsche Filmgeschichte geschaffen, dass einem der Atem stockt.

Iris Berben, Präsidentin der Deutschen Filmakademie e.V.
Cutterin Monika Schindler
Monika Schindler bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises im Jahr 2000. Bildrechte: dpa

Monika Schindler wurde am 12. Januar 1938 in Berlin geboren. Sie gehört zu den renommiertesten Schnittmeisterinnen für DEFA-Spielfilme. Mitte der 1950er-Jahre begann Schindler eine Ausbildung als Filmfotografin im DEFA-Studio für Spielfilme und studierte von 1958 bis 1961 Schnitt an der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg. Danach setzte sie ihre Karriere bei der DEFA fort und arbeitete mit namhaften Regisseuren wie Herrman Zschoche, Günter Reisch und Roland Gräf zusammen.

Nach der Wende arbeitete sie unter anderem erfolgreich mit Helma Sanders-Brahms ("Apfelbäume"), Stephan Lacant ("Freier Fall") und Gordian Maugg ("Hans Warns - Mein 20. Jahrhundert") zusammen. 2000 erhielt sie für den Schnitt des Films "Hans Warns" den Deutschen Filmpreis; im Jahr darauf den Bundesfilmpreis für Schnitt für den Film "Die Polizistin" von Andreas Dresen.

Der Ehrenpreis der Deutschen Filmakademie ("Lola") wird am 28. April in Berlin verliehen.

Über dieses Thema berichtet MDR KULTUR auch im Radio: Kulturnachrichten | 02.03.2017 | 15:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. März 2017, 15:22 Uhr

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