Szene aus 'Borg/McEnroe'
Bildrechte: Universum Film

Filmstart: "Borg/McEnroe – Duell zweier Gladiatoren" "Das erste Tennis-Spiel, das ich verstanden habe"

von Knut Elstermann

Szene aus 'Borg/McEnroe'
Bildrechte: Universum Film

Es war ein Jahrhundertkampf: Das Wimbledon-Finale von 1980 hatte alles, was ein so schicksalhaftes, historisches Ereignis braucht, den perfekten Gegensatz der Helden. Björn Borg, der introvertierte, scheinbar emotionslose Schwede, vom sehr ähnlichen Sverrir Gudnason (bekannt aus „Wallander“) gespielt, hofft auf seinen fünften Sieg in Folge. Sein Gegner, der  hochneurotische Amerikaner John McEnroe (Shia LeBeouf) führt sich rüpelhaft wie ein verwöhnter Popstar auf, ein Mann, den das Publikum liebend gern hasst.

Doch beide Männer, das zeigt der Film in den Rückblenden sehr einfühlsam, haben mehr gemeinsam als sie glauben: den frühen, zerstörerischen Leistungsdruck. Die glaubhaften Psychogramme der beiden Spieler münden dann in das packend nachgestellte, legendäre  Match, bei dem die Regeln durch Reporter ständig erklärt werden. Man kann das didaktisch finden. Ich war dankbar dafür, denn so wurde es das erste Tennis-Spiel, das ich vollständig verstanden habe.

Genre: Filmbiografie, Sportfilm
Regie: Janus Metz Pedersen
Darsteller: Shia LaBeouf, Sverrir Gudnason, Stellan Skarsgård u.a.
Im deutschen Kino ab: 19.10.2017
Produk tionsjahr: 2018
Produktionsland: Dänemark, Finnland, Schweden
Bewertung: ★ ★ ★ ☆ ☆ (3 von 5 Sternen)
Borg/McEnroe
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Die Filme der Woche | 19. Oktober 2017 | 08:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Oktober 2017, 10:31 Uhr

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