Happy End Film
Filmszene aus dem Drama Happy End von Oscarpreisträger Michael Haneke. Bildrechte: X-Verleih

Filmstart: "Happy End" "Happy End" - Haneke mischt große Themen mit bitterer Heiterkeit

von Knut Elstermann

Happy End Film
Filmszene aus dem Drama Happy End von Oscarpreisträger Michael Haneke. Bildrechte: X-Verleih

Eine Bau-Unternehmerfamilie in Calais, Symbolort der Flüchtlingskrise. Alles löst sich hier auf, doch niemand will es wahrhaben. Die Mutter (Isabelle Huppert) stemmt sich gegen den ökonomische Niedergang, der Vater geht fremd, der Großvater (Jean-Louis Trintignant) will nur noch sterben. Dieser Film von Oscarpreisträger Michael Haneke ("Liebe") fasst einige seiner großen Themen, vor allem die Demontage bürgerlicher Fassaden, zusammen.

Als rebellischer Sohn tobt übrigens sehr eindringlich der junge deutsche Schauspieler Franz Rogowski durch den Film. Der komödiantische Ansatz ist verblüffend für Haneke, so fehlen den Bildern diesmal das Abgründige und Beunruhigende, was seine Filme sonst so unentrinnbar macht. Doch das episodisch-jonglierende Erzählen, die bittere Heiterkeit und der bisweilen makabre Humor entfalten durchaus einen neuen Reiz.

Genre: Drama  
Regie: Michael Haneke  
Darsteller: Isabelle Huppert, Jean-Louis Trintignant, Franz Rogowski, u.a.  
Im deutschen Kino ab: 12.10.2017  
Produktionsland: Frankreich  
Bewertung: ★ ★ ★ ☆ ☆ (3 von 5 Sternen)  

Über die Filme der Woche berichtet MDR KULTUR auch im: Radio | 12.10.2017 | 07:40 Uhr
Fernsehen | "Kino Royal" | 14.10.2017 | 00:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Oktober 2017, 08:00 Uhr

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