vier Katzenkinder schauen unter einem Gländer hervor
Katzen sind die Seele Istanbuls: Szene aus dem Dokumentarfilm "Kedi". Bildrechte: Weltkino Filmverleih

Filmstart Kedi: "Schöner und niemals kitschiger Film über die Katzen von Istanbul"

von Knut Elstermann

vier Katzenkinder schauen unter einem Gländer hervor
Katzen sind die Seele Istanbuls: Szene aus dem Dokumentarfilm "Kedi". Bildrechte: Weltkino Filmverleih

In Istanbul sind Katzen mehr als Tiere. Sie gehören zur Kultur und zur Geschichte der Stadt. Vor allem die unzähligen Straßenkatzen, die sich auf den Märkten und Höfen durchschlagen, sind die Seele der chaotischen Metropole. Zum Weltkatzentag am 8. August kommt dieser beglückende Dokumentarfilm von Ceyda Torun, die in Istanbul aufgewachsen ist, in unsere Kinos.

Die Regisseurin porträtiert viele, unverwechselbare Katzenpersönlichkeiten, stolze, eigenwillige Geschöpfe. Aus dieser, für uns ganz neuen Perspektive lernen wir die Stadt kennen, aber auch Menschen, die sich aufopferungsvoll und demütig um die Katzen kümmern. Diese Hingabe sichert den Katzen das Überleben, sie hilft aber auch den Menschen fast therapeutisch, ihre besten, zärtlichen Seiten in sich zu entdecken. Es geht hier letztlich um die Liebe. Wie heißt es in diesem schönen, niemals kitschigen Film so klug: Katzen erinnern uns daran, dass wir am Leben sind.

Genre: Dokumentarfilm  
Regie: Ceyda Torun  
Im deutschen Kino ab: 10.08.2017  
Produk tionsjahr: 2016  
Produktionsland: Türkei, USA  
Bewertung: ★ ★ ★ ★ ☆ (4 von 5 Sternen)  

Über die Filme der Woche berichtet MDR KULTUR auch im: Radio | 10.08.2017 | 08:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. August 2017, 15:28 Uhr

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