Jharrel Jerome (l) als Kevin und Ashton Sanders als Chiron in einer undatierten Szene aus dem Film
Jharrel Jerome (l) als Kevin und Ashton Sanders als Chiron in "Moonlight". Bildrechte: David Bornfriend/DCM/dpa

Filmstart: "Moonlight" "Zurecht mit drei Oscars ausgezeichnet"

von Knut Elstermann

Jharrel Jerome (l) als Kevin und Ashton Sanders als Chiron in einer undatierten Szene aus dem Film
Jharrel Jerome (l) als Kevin und Ashton Sanders als Chiron in "Moonlight". Bildrechte: David Bornfriend/DCM/dpa

In den USA erleben wir gerade eine Renaissance mit afro-amerikanischen Film-Geschichten, die angesichts der nach wie vor bestehenden Ungerechtigkeiten, der tiefen Konflikte, des Risses in dieser Gesellschaft hochaktuell sind. "Moonlight" basiert auf dem Theaterstück von Tarrell Alvin McCraney, der hier aus eigenen Erfahrungen schöpfte. Seine Mutter war wie die seines Helden Chiron drogensüchtig, der Junge war früh auf sich gestellt.

Regisseur Berry Jenkins hat daraus einen außergewöhnlichen, streng komponierten dreiteiligen Film gemacht, in jedem Kapitel begegnen wir dem schwulen Chiron in einem anderen Lebensalter, jedes Mal glänzend von verschiedenen Darstellern gespielt. Das sind drei ungeheuer intensive Momentaufnahmen, in denen sich bedrückende Lebensumstände, Gewalt und Diskriminierung zeigen. Daraus setzt sich das bewegende Bild eines jungen Mannes zusammen, dem der Zugang zu seinem eigentlichen Ich verwehrt bleibt, der verzweifelt das falsche Leben führt. "Moonlight" wurde sehr zurecht mit drei Oscars, darunter für den fantastischen Nebendarsteller Mahershala Ali geehrt.

Genre: Drama  
Regie: Berry Jenkins  
Darsteller: Ashton Sanders, Mahershala Ali, Naomi Harris u.a.  
Im deutschen Kino ab: 09.03.2017  
Produktionsland: USA  
Bewertung: ★ ★ ★ ★ ★ (5 von 5 Sternen)  

Über die Filme der Woche berichtet MDR KULTUR auch im: Radio | 09.03.2017 | 07:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. März 2017, 13:35 Uhr

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