Rachel Weisz als Deborah Lipstadt sitzt in einer Szene des Films «Verleugnung» in einem Gerichtssaal (undatierte Filmszene).
Rachel Weisz spielt Deborah Lipstadt Bildrechte: dpa

"Verleugnung" "... gut gespielt, konventionell inszeniert"

von Knut Elstermann

Rachel Weisz als Deborah Lipstadt sitzt in einer Szene des Films «Verleugnung» in einem Gerichtssaal (undatierte Filmszene).
Rachel Weisz spielt Deborah Lipstadt Bildrechte: dpa

Es war ein spektakulärer Londoner Prozess: Der berüchtigte Holocaust-Leugner David Irving verklagte die Professorin Deborah Lipstedt (Rachel Weisz) wegen Verleumdung. Doch es ging um viel mehr: um die Verteidigung der historischen Wahrheit.

"Verleugnung" von Mick Jackson (Drehbuch: David Hare) ist ein gut gespieltes, klassisches, recht konventionell inszeniertes Gerichtsdrama, das den Verlauf und die Kompliziertheit des Prozesses aber gut nachvollziehbar macht. Es wird beherrscht von dem Konflikt zwischen der gerechten Empörung Deborah Lipstadts und den professionellen Anwälten, die sich mit kühlem Kopf im britischen Rechtssystem bewegen. Der Täter Irving (Timothy Spall) verbleibt jedoch unfassbar in dämonischer Monstrosität. Als Ergänzung sei daher dringend das brillante Buch von Eva Menasse "Der Holocaust vor Gericht" empfohlen, die als Prozessbeobachterin sehr genau Irvings verquere Persönlichkeit und schändliche Motive analysiert.

Genre: Gerichtsdrama  
Regie: Mick Jackson  
Darsteller: Rachel Weisz, Tom Wilkinson u.a.  
Im dt. Kino ab: 13.04.2017  
Produk tionsjahr: 2016  
Produktionsland: USA, Großbritannien  
Bewertung: ★ ★ ★ ☆ ☆ (3 von 5 Sternen)  

Über die Filme der Woche berichtet MDR KULTUR auch im: Radio | 13.04.2017 | 08:10 Uhr

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