Filmstill: Wilde Maus
Josef Hader in "Wilde Maus" Bildrechte: FilmPressKit/Majestic Filmverleih

Filmstart: "Wilde Maus" "Chaos und Niedergang als Chance – ein echter Hader!"

von Knut Elstermann

Filmstill: Wilde Maus
Josef Hader in "Wilde Maus" Bildrechte: FilmPressKit/Majestic Filmverleih

Der begnadete österreichische Kabarettist und Schauspieler Josef Hader ("Vor der Morgenröte") schaffte es gleich mit seinem Regiedebüt in den Wettbewerb der diesjährigen Berlinale. Auch wenn der Bären-Segen ausblieb, gehörte die melancholische Komödie um den Musikkritiker Georg zu den Publikumslieblingen.

Hader spielt diesen einst geachteten und gefürchteten, alternden Mann, der von seiner Zeitung entlassen wird, weil den Job eine ahnungslose, jüngere Kollegin erledigen soll - leider ein sehr realistischer Vorgang in der derzeitigen Medien-Krise. Georg verheimlicht seiner Frau den Verlust von Arbeit und Status, geht  jeden Tag aus dem Haus, sinnt auf Rache gegen seinen Chef und findet ausgerechnet bei einem alten Schulkameraden (der immer großartige Georg Friedrich) im Wurstelprater neue Hoffnung. Während sein Leben total aus dem Ruder läuft, nimmt es gleichzeitig eine neue Richtung an. Krise, Chaos und Niedergang als Chance – ein echter Hader eben!

Genre: Tragikomödie/Krimi  
Regie: Josef Hader, Josef Hader, Nora von Waldstätten u.a.  
Darsteller: Georg Friedrich  
Im deutschen Kino ab: 09.03.2017  
Produktionsland: Österreich/Deutschland  
Bewertung: ★ ★ ★ ☆ ☆ (3 von 5 Sternen)  

Über die Filme der Woche berichtet MDR KULTUR auch im: Radio | 09.03.2017 | 07:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. März 2017, 13:20 Uhr

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