Ein Mann mit Tattoo von hinten.
Wie geht man mit Schuld um? Bildrechte: Radical Movies Production

Filmstart: "Zwischen den Jahren" "Die Frage nach ewiger Schuld und angemessener Sühne"

von Knut Elstermann

Ein Mann mit Tattoo von hinten.
Wie geht man mit Schuld um? Bildrechte: Radical Movies Production

Einer der bewegendsten Filme dieser Berlinale, das erstaunliche Kino-Debüt "Zwischen den Jahren" von Lars Henning, läuft jetzt an.

Regisseur Lars Hennings Film umkreist die wuchtige Figur von Becker, den der Ausnahme-Schauspieler Peter Kurth ("Herbert") mit düsterer, verschlossener Kraft spielt. Der Nachtwächter, der lange im Knast saß, versucht ein neues, ganz normales Leben zu führen. Doch dann tritt Dahlmann (eindringlich: Karl Markovics) wieder in sein Leben, der Mann, dessen Familie dieser Becker vor vielen Jahren in einer schrecklichen Gewalttat zerstört hat.

Die unversöhnliche Konfrontation zwischen den beiden Männern hat in diesem großartigen, in seiner Stille fesselnden Film eine tragische Größe, etwas unentrinnbar Schicksalhaftes, das die Frage nach ewiger Schuld und angemessener Sühne stellt, ohne uns eine einfache Antwort aufzudrängen.

Genre: Drama, Thriller  
Regie: Lars Henning  
Darsteller: Peter Kurth, Karl Markovics, Catrin Striebeck  
Im dt. Kino ab: 16.03.2017  
Produktionsland: Deutschland  
Bewertung: ★ ★ ★ ★ ☆ (4 von 5 Sternen)  

Über die Filme der Woche berichtet MDR KULTUR auch im: Radio | 16.03.2017 | 07:40 Uhr

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