Pia Fries: corpus transludi A8
Pia Fries: corpus transludi A8 Bildrechte: VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Gerhard-Altenbourg-Preis Altenburg zeigt und kürt Gerhard-Richter-Schülerin Pia Fries

In Altenburg rüstet man zu einem der kulturellen Höhepunkte des Jahres: Im Lindenau-Museum wird am 12. November der Gerhard-Altenbourgh-Preis vergeben. Dieses Jahr geht der Preis an die Schweizer Malerin Pia Fries.

Pia Fries: corpus transludi A8
Pia Fries: corpus transludi A8 Bildrechte: VG Bild-Kunst, Bonn 2017

In Altenburg wird am Sonntag die Preisträgerausstellung der aktuellen Gerhard-Altenbourg-Preisträgerin Pia Fries eröffnet. Darin zeigt Fries, neben neuen Arbeiten, auch Werkgruppen aus den letzten drei Jahrzehnten, darunter eine Bilderserie, die in Auseinandersetzung mit Maria Sibylla Merian entstanden ist.

Pia Fries: wesselin 2005, 170 x 200 cm, Ölfarbe und Siebdruck auf Holz, VG Bild-Kunst 2017
Pia Fries: wesselin 2005, 170 x 200 cm, Ölfarbe und Siebdruck auf Holz, VG Bild-Kunst 2017 Bildrechte: Hans Brändli

Über Siebdrucke mit Fragmenten aus Merians Bildern setzt die Künstlerin Farben und vegetabile Formen: ein Verfahren, das auch in einer anderen Serie zu den berühmten "Himmelsstürmern"  des holländischen Malers Hendrick Goltzius Anwendung fand, die ebenfalls zu sehen ist. Einen besonderen Schwerpunkt bilden in der Schau Arbeiten auf Papier. Das zeichnerische Œuvre der Künstlerin wird in seiner ganzen Breite präsentiert.

Meisterschülerin von Gerhard Richter

Die 1955 in Beromünster im Kanton Luzern geborene Künstlerin gilt als eine Vertreterin der reinsten Malerei. Das Spiel der Farben, das sich frei von allen Bindungen auf weißer Fläche entwickelt, ist ihre Botschaft. Auf ihren furiosen Bildern ist alles Schöpfung und Metamorphose – eine Parabel auf das Leben, die sich zwischen den Polen Werden und Vergehen, Ruhe und Bewegung ereignet. Pia Fries, Meisterschülerin von Gerhard Richter, hat inzwischen selbst eine Professur für Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in München inne. Ihre Werke sind in namhaften Sammlungen vertreten.

Der Gerhard-Altenbourgh-Preis wurde nach dem großen Malersohn der Stadt benannt. Gerhard Altenbourg gehört zur Gruppe der nicht-staatskonformen, aber dennoch berühmten DDR-Künstler. Seit 1998 wird der Preis ihm zu Ehren alle zwei Jahre vergeben; er ist mit 10.000 Euro dotiert.

Pia Fries: corpus transludi A8
Bildrechte: VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Die Themen u. a.: Hartwig Ebersbach bekommt den Max-Pechstein-Ehrenpreis und stellt in den Kunstsammlungen Zwickau aus. Pia Fries bekommt den Gerhard-Altenbourg-Preis 2017 und ist in Altenburg zu sehen.

MDR KULTUR - Das Radio Do 02.11.2017 17:10Uhr 04:27 min

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kunstkalender | 02. November 2017 | 17:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. November 2017, 10:54 Uhr

Infos zur Ausstellung

Infos zur Ausstellung

Pia Fries "Vier Winde"
Gerhard-Altenbourg-Preis 2017
12. November 2017 – 18. Februar 2018

Lindenau-Museum Altenburg
Gabelentzstr. 5
04600 Altenburg/Thüringen

Di–Fr: 12–18 Uhr
Sa, So, Feiertage: 10–18 Uhr


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