Ein Besucher betrachtet im Schloss Hartenfels in Torgau drei Werke des Malers Hartwig Ebersbach.
Die expressionistischen Werke von Hartwig Ebersbach lassen sich der Leipziger Schule zuordnen. Bildrechte: dpa

Max-Pechstein-Ehrenpreis Leipziger Maler Hartwig Ebersbach ausgezeichnet

Ein Besucher betrachtet im Schloss Hartenfels in Torgau drei Werke des Malers Hartwig Ebersbach.
Die expressionistischen Werke von Hartwig Ebersbach lassen sich der Leipziger Schule zuordnen. Bildrechte: dpa

Hartwig Ebersbach bekommt den renommierten Max-Pechstein-Ehrenpreis der Stadt Zwickau. Das teilte die Stadt am Donnerstag mit. In der Begründung hieß es, Ebersbachs Werk gehöre zu den wichtigsten und eigenständigsten Positionen innerhalb der deutschen Malerei. Schon zu DDR-Zeiten habe Ebersbach damit überregionale Resonanz erfahren. Mit Pechstein verbänden ihn die Auseinandersetzung mit Mythen, Sagen und Märchen und die Begegnungen mit exotischen, archaischen Kulturen und die expressive Malerei.    

Seine ungestüme, expressive Malerei wurde schon früh zu seinem Markenzeichen – und bekannt wurde er vor allem durch seine Kaspar-Bilder, die von unbändiger Fabulierlust und Experimentierfreude geprägt sind. So entwickelte er eine unverwechselbare Handschrift, die ihn zu einem der interessantesten Künstler der Leipziger Schule werden ließ.

MDR KULTUR-Kunstredakteur Andreas Höll
Hartwig Ebersbach
Hartwig Ebersbach mit seinen Werken Bildrechte: Monika Ebersbach

Hartwig Ebersbach wurde 1940 in Zwickau geboren und studierte dann Anfang der 1960er Jahre bei Bernhard Heisig an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. Dort nahm er später auch eine Lehrtätigkeit auf. Er ist Mitglied der Freien Akademie der Künste zu Leipzig und der Sächsischen Akademie der Künste sowie Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Ebersbach lebt und arbeitet in Leipzig.

Der Max-Pechstein-Ehrenpreis

Hartwig Ebersbach: Alpenglühen, 2015, Öl auf Hartfaser, 125 x 125 cm
Das expressionistische Werk "Alpenglühen" von Hartwig Ebersbach Bildrechte: Christoph Sandig, Leipzig, © VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Der Max-Pechstein-Ehrenpreis wurde 1947 als Förderpreis für junge Künstler geschaffen und noch im Beisein des Namensgebers des Preises, dem Expressionisten und Mitbegründer der Künstlergruppe "Die Brücke" Max Pechstein, verliehen. Zu DDR-Zeiten konnte er von 1963 bis 1984 nicht vergeben werden. In der Folge wurde er alle zwei Jahre als Förderpreis verliehen, im jeweils sechsten Jahr als Ehrenpreis für bildende Künstler. Zu den Preisträgern zählen renommierte Künstler wie Alfred Hrdlicka oder Klaus Staeck. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird im November in den Kunstsammlungen Zwickau überreicht. Zugleich wird seine Ausstellung "Hartwig Ebersbach – Time" eröffnet.

Über dieses Thema berichtet MDR KULTUR auch im Radio: Kulturnachrichten | 30.03.2017 | 15:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 01. April 2017, 11:27 Uhr

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