Fotografie 'Whanki Museum'
Robin Minard: "Whanki Museum" (2014) Bildrechte: Robin Minard/Kunstmuseum Magdeburg

Robin Minard | Kunstmuseum Magdeburg | 24.10.2017-28.01.2018 Magdeburg macht Robin Minard hörbar

von Ulrike Thielmann, MDR-KULTUR-Kunstkritikerin

Fotografie 'Whanki Museum'
Robin Minard: "Whanki Museum" (2014) Bildrechte: Robin Minard/Kunstmuseum Magdeburg

Im eisigen Norden Kanadas hat er stundenlang nach Tönen gesucht, bei minus 25 Grad. In seinem Projekt der "German SoundMap" hat er gar eine Klangkarte von Deutschland entworfen: Der Klangkünstler Robin Minard. Im Kunstmuseum Magdeburg ist ab dem 24. Oktober die erste umfassende Werkschau seines seit 1984 entstandenen Werkes zu sehen. Bereits 1996 war er mit zwei Installationen im Museum zu Gast, in der Krypta der Kirche und im Innenhof. 

Räume werden zu Hör-Räumen

Fotografie 'Maastricht, Multiple Sound Festival'
Robin Minard: "Maastricht, Multiple Sound Festival" (1995) Bildrechte: Robin Minard/Kunstmuseum Magdeburg

Der Klangkünstler und Komponist Robin Minard begibt sich mit seinen Installationen immer wieder in ein Umfeld, das nicht klassisch museal und musikalisch ist. Räume werden so zu Hör-Räumen, in denen jedoch keine Konzerte aufgeführt werden. Die Kompositionen bewegen sich nicht linear, sondern erlauben das Wiederkehren. Abwesenheit bedeutet also nicht Verlust an Erlebnis! 

Fotografie 'Mariposa, Teneriffa, 2009'
Robin Minard: "Mariposa, Teneriffa" (2009) Bildrechte: Robin Minard/Kunstmuseum Magdeburg

Neben der akustischen besitzen die Werke auch eine visuelle Dimension. So sind die kleinen "Piezo"-Lautsprecher oft pflanzenähnlich arrangiert. Das Technische erscheint organisch, das gilt oft auch für die Klänge.

Minard ist Direktor des "Instituts für Neue Musik und Jazz", Professor für Komposition an der "Hochschule für Musik Franz Liszt" in Weimar und lehrt außerdem an der "Bauhausuniversität Weimar".

Fakten zur Ausstellung Robin Minard. Works with Sound – Arbeiten mit Klang 1984-2017

Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg

24. Oktober 2017 bis 28. Januar 2018

Über dieses Thema berichtet MDR KULTUR auch im: Radio | 28.09.2017 | 17:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. Oktober 2017, 14:53 Uhr

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