Do 10.08. 2017 22:05Uhr 29:30 min

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MDR FERNSEHEN Do, 10.08.2017 22:05 22:35

Beiträge aus der Sendung

Dalida
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Musiker
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Händel-Experiment
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Weidinger
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Themen:

* Mit Händel berühmt werden
Die Aktion der ARD "Das Händel-Experiment: Mach Deine Schule berühmt" richtet sich an alle Schulklassen und ihre Lehrer in Deutschland ab der fünften Klasse und lädt ein, das Thema Komposition im Musikunterricht auf besonders intensive und aufregende Weise zu behandeln. Das "Händel-Experiment" unterstützt die Musiklehrer und ihre Klassen mit kostenlosem Unterrichtsmaterial, mit Tutorials auf YouTube sowie medial begleitet durch die ARD-Landesrundfunkanstalten vor Ort via Internet, Radio und TV.

* Wenn jeder auf der Straße Musik machen würde, wie er wollte ...
In Dresden soll seit kurzem eine App die Auftritte von Straßenmusikern regeln - Ladenbesitzer hatten sich über die ständige Lärmbelästigung erregt. Jetzt also dürfen die mehr oder minder begabten Straßenmusiker erst nach Anmeldung an ausgewählten Plätzen stehen. Nicht mehr wie sonst in der gesamten Innenstadt, jeweils von der halben bis zur vollen Stunde, zwischen 10 und 13 Uhr und 14:30 bis 20 Uhr und nur einmal an einem Platz im ganzen Sommer. Wer will das kontrollieren und warum? Ein Klagelied auf die Regulierungswut.

* Ein neuer Chef für das Leipziger Bildermuseum
Der bisherige Direktor des Museums der bildenden Künste in Leipzig, Hans-Werner Schmidt, ist pensioniert worden, also brauchte das Bildermuseum, wie man es nennt, einen neuen. Die Stadt hat sich etwas Zeit gelassen, doch seit 1. August ist das Interim vorbei. Neuer Chef des bald 160 Jahre alten Hauses ist Alfred Weidinger. Der 56-Jährige kommt aus Wien nach Leipzig und aus verantwortlichen Positionen in der Albertina und am Museum Belvedere. Er ist Spezialist für Gustav Klimt und Oskar Kokoschka. Am Belvedere hat Weidinger zuletzt die Klassische Moderne verantwortet, hat aber ebenso zeitgenössische Kunst kuratiert und über Fotografie geforscht. Was reizte Alfred Weidinger, nach Leipzig zu kommen, welche Schwerpunkte wird er setzen? Ein Porträt des neuen Museumsdirektors.

* Dalida, der Film - das tragische Schicksal eines Weltstars
Mit italienischem Akzent und orientalischem Charme versetzte sie das Nachkriegsfrankreich der 50er Jahre ins Träumen - Dalida. Über 140 Millionen verkaufte Tonträger und eine weltumspannende Karriere machten aus der in Ägypten geborenen Sängerin mit italienischen Wurzeln eine der erfolgreichsten Interpretinnen der Musikgeschichte. "Je suis malade", "Er war gerade 18 Jahr" , "Paroles, Paroles" gehörten zu Dalidas größten Hits, die gleichzeitig auch zu so etwas wie dem Soundtrack ihres eigenen Lebens wurden. Fast genau 30 Jahre nach Dalidas Selbstmord in ihrem Haus auf dem Pariser Montmartre kommt nun ein französischer Film über das Leben und vor allem das Liebesleben der legendären Sängerin in die deutschen Kinos. Genau wie Dalida nahmen sich auch drei ihrer Liebhaber, darunter ihr erster Ehemann Lucien Morisse, das Leben. Das Drehbuch zum Film "Dalida" entstand nach Vorlage der Memoiren ihres Bruders Orlando, der lange Zeit auch ihr Produzent und Manager war. Bei der Besetzung und Drehbuchentwicklung des Biopics über seine Schwester hatte Orlando Mitspracherecht. Gespielt wird Dalida von der 33-jährigen Italienerin Sveva Alviti, die mit dem Film ihr Kinodebüt gibt. Wir haben Orlando in Paris zum Interview getroffen und stellen den Film über die legendäre Sängerin vor.

* Ein Leben für Kunst und Kultur
Er war der "Retter" des Dresdner Hygienemuseums, und er hat die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zurück auf die internationale Bühne geführt. Er war der Kultur-Diplomat im feinen Anzug, der Politiker und Geldgeber so um den Finger wickeln konnte, dass sie seinem Ziel - einer Revolution im Museumsbetrieb - folgten und es als das eigene ansehen konnten. Seine Mitarbeiter hat er zu einem Elan, einer Taktgeschwindigkeit gebracht, dass sie es selbst kaum glauben konnten. Jetzt ist Martin Roth nach kurzer schwerer Krankheit gestorben. In Dresden, jenem Ort, wo er über zehn Jahre Spuren hinterlassen hat, haben wir mit der Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva-Maria Stange und dem Kaufmännischen Direktor der Staatlichen Kunstsammlungen, Dirk Burghardt, gesprochen. Beide haben Martin Roth lange gekannt und haben eng mit ihm zusammen gearbeitet. Ein Nachruf.

* Kulturkalender
- "Reflections of India" - Ausstellung
- Liedermacherin Sarah Lesch - Neues Album und Konzert in Leipzig
- "Harald Reiner Gratz: Luthers Stein in Schmalkalden und andere Merkwürdigkeiten der deutschen Geschichte" - Sonderausstellung

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