Do 09.11. 2017 22:05Uhr 29:30 min

artour

Das Kulturmagazin des MDR

Komplette Sendung

Moderatorin
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MDR FERNSEHEN Do, 09.11.2017 22:05 22:35

Beiträge aus der Sendung

Sängerin
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Auch wenn sie nach dem Zweiten Weltkrieg gerne so tat: Marlene Dietrich war kein Einzelkind. Was sie über ihre Schwester herausfand, schokierte sie. Trotzdem hielt die Diva heimlich Kontakt zu "Liesel".

artour Do 09.11.2017 22:05Uhr 06:03 min

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Video
Ausstellung
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Die toten Hosen
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Musiker
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In Leipzig ist das euro-scene-Festival für europäisches Theater und zeitgenössischen Tanz gestartet. Dresden feiert die Jazztage und in Gera lädt das Museum für angewandte Kunst zu einer Ausstellung von Lutz Rudolph.

artour Do 09.11.2017 22:05Uhr 03:00 min

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Video
* Über den Umgang mit DDR-Kunst im Museum
In Dresden ist ein Bilderstreit entbrannt. 27 Jahre nach der Wende streitet man um DDR-Kunst, wie viel davon in den Staatlichen Kunstsammlungen, im Albertinum, hängen sollte, was überhaupt "DDR-Kunst" ist und ob die ausreichend gewürdigt wurde und wird. Die Chefin des Albertinums, Hilke Wagner, musste in den letzten Wochen regelrechte Hasstiraden über sich ergehen lassen - Mails, Briefe, Anrufe hat sie von Dresdner Kunstliebhabern bekommen, die nicht verstehen können, warum ihre "Lieblinge" ins Depot verbannt wurden und ihr persönlich unterstellen, die kulturelle Ost-Vergangenheit bewusst zu ignorieren. Am Montag gab es den Versuch, darüber zu diskutieren - mit einer öffentlichen Tafelrunde im Albertinum, in der Experten, Kritiker, Politiker und Dresdner ihre Postionen auf die Tafel legen sollten.
Was ist das in Dresden - ein Kunstkrieg oder eigentlich das Aufbegehren gegen den "kulturellen Kolonialismus" der letzten 27 Jahre?
Autorin: Anett Friedrich

* Buch über Marlene Dietrich und ihre unbekannte Schwester
"Fesche Lola, brave Liesel - Marlene Dietrich und ihre verleugnete Schwester". Heinrich Thies hat diese Art Doppelbiografie der beiden so ungleichen Schwestern recherchiert und aufgeschrieben. Es sind die beiden Orte, an denen sich das Leben der Schwestern abspielt, die unterschiedlicher nicht sein können: Hier Hollywood und das glamouröse Leben der Dietrich, dort Bergen-Belsen, das Konzentrationslager, in dessen Nähe Elisabeth Will, geb. Dietrich, mit ihrem Mann eine Kantine und ein Kino für die SS-Wachmannschaften des KZs und für Wehrmachtssoldaten betreibt. Nach dem Krieg eilte Marlene Dietrich nach Bergen-Belsen, weil sie glaubte, ihre Schwester unter den KZ-Häftlingen zu finden. Stattdessen musste sie erfahren, dass ihre Schwester von den NS-Greueltaten indirekt profitiert hatte und dass sie nach wie vor unbeirrt daran glaubte, dass Deutschland während der Naziherrschaft seinen verlorenen Ruhm wiedererlangt habe. Marlene Dietrich beschließt, die anderthalb Jahre ältere Elisabeth, zumindest für die Öffentlichkeit, aus ihrem Leben zu streichen.
Autorin: Gabriele Denecke

* Wieder unterwegs – "Die Toten Hosen"
Jetzt stehen sie 35 Jahre auf der Bühne und haben dieses Jahr ihr 16. Album herausgebracht und sie gehen damit auf Wintertour. Kokett heißt sie - wie das Album - "Laune der Natur", und damit meinen sie, wie immer ironisch, sich selbst. "artour" war beim Tourauftakt in Chemnitz dabei und hat mit Andreas Frege, der unter dem Namen Campino wesentlich bekannter ist, gesprochen. "Wie viele Jahre soll das noch so weitergehen?" ist eine Liedzeile der Toten Hosen, so dass wir die Frage nicht stellen mussten. Die sonstigen Themen sind auf der Platte alle versammelt. Es geht ums Älterwerden, um den Verlust von Eltern und Freunden, um Biokost statt Bierkasten und um Pop und Politik. Wie es so seine Art ist, wird also nicht nur über Musik gesprochen. In den 35 Jahren ist aus der Punkband eine Rockband geworden und ihre Konzerte sind folgerichtig eine Art Familienfeier getreu dem Motto "Mitschunkeln und Mitgrölen".
Autor: Hans-Michael Marten

* In der Heimat der Flüchtlinge
Der iranische Filmemacher Bahman Ghobadi und sein Film "Life on the border"
Bahman Ghobadi hat Kameras an Kinder in Flüchtlingslagern im Irak verteilt. Sie haben damit ihr Leben dokumentiert oder das, was ihnen zu leben möglich ist. Ein Junge versucht durch Kunststücke seine Schwester, die seit ihrer Gefangenschaft beim IS nicht mehr spricht, zum Lächeln zu bringen. Eine Familie sucht ihr zerstörtes Haus. Es sind herzzerreißende Geschichten, die die Kinder mit der Kamera aufgenommen haben. Es sind Geschichten junger Menschen, deren ganzes Leben noch vor ihnen liegt und die doch bereits alles verloren haben. "Life on the border" heißt der Film, den Bahman Ghobadi daraus gemacht hat. Er kommt am 9. November ins Kino.
Autoren: Alexander Bühler und Jens-Uwe Korsowsky

Kulturkalender
- euro-scene - 27. Festival zeitgenössischen europäischen Theaters und Tanzes, 07.11. bis 12.11. in Leipzig unter dem Titel "Ausgrabungen" (Excavations)
- Jazztage Dresden, bis 26.11.
- "Barkas, Simson, Moccadolly" - Lutz Rudolph, Fahrzeug- und Produktdesign, Grafik, Kunstobjekte in Gera im Museum für angewandte Kunst, bis 26.11.
Autorin: Ulrike Reiß