Amarcord
Das Leipziger Volakensemble Amarcord ist Gastgeber beim "A cappella"-Festival Bildrechte: Martin Jehnichen

"A cappella"-Festival in Leipzig | 21.-30. April 2017 Fünf Stimmen für ein Halleluja

Am Freitag startet in Leipzig wieder das Festival "a capella“, das vor bereits zwanzig Jahren von den Leipziger Sängern von Amarcord gegründet wurde. Eine Woche lang sind Vokalensembles aus der ganzen Welt unterwegs, bevor dann in der kommenden Woche der internationale Wettbewerb stattfinden wird.

Amarcord
Das Leipziger Volakensemble Amarcord ist Gastgeber beim "A cappella"-Festival Bildrechte: Martin Jehnichen

Es wird wieder gesungen in Leipzig.  Elf Konzerte, neun Gruppen und ein großer Wettbewerb zeigen ab Freitag, 21. April, beim Festival "a cappella“ Vokalmusik in allen Facetten. Das Festival wurde vor zwanzig Jahren von den Leipziger Sängern von Amarcord ins Leben gerufen.  "Zum fünfjährigen Bestehen von amarcord organisierten wird das erste Festival für Vokalmusik“, erinnern sich die Sänger:

Der Zuspruch und die Begeisterung waren so groß, dass eine Fortsetzung schnell beschlossen war.

Vokalensemble Amarcord

Seitdem sind in 17 Ausgaben 117 Ensembles oder Einzelkünstler aus 38 Nationen in 166 Konzerten an 30 Orten in Leipzig aufgetreten.

Geistliche Werke aus sechs Jahrhunderten

In diesem Jahr kommen neun hochkarätige A-cappella-Gruppen aus ganz Europa sowie Australien, um zu zeigen, wie vielfältig und bewegend unbegleiteter, mehrstimmiger Gesang sein kann. Traditionell eröffnen am Freitagabend die Gastgeber vom Leipziger Quintett Amarcord das Festival mit einem eigens dafür konzipiertem Programm, bei dem sie diesmal geistliche Werke aus einer Zeitspanne von mehr als sechs Jahrhunderten singen, die zur Versenkung und Einkehr einladen. Der Ensemblename der Gastgeber wurde übrigens durch den Titel des gleichnamigen Fellini-Films inspiriert: "Amarcord" heißt "Ich erinnere mich". 

Von Renaissance bis Comedy

In den darauffolgenden Tagen stehen zehn weitere Konzerte auf dem Programm, in denen Vocal Jazz und Renaissance-Polyphonie ebenso erklingen wie nordeuropäischer Folk und A-cappella-Comedy. Zu erleben sind unter anderem die Ensembles The Idea of North (Australien), A Filetta (Korsika), Profeti della Quinta (Israel/Schweiz), Füenf (Deutschland) und Club For Five (Finnland). Flankiert wird das Konzertprogramm neben einführenden Gesprächen mit den Künstlern von einem Vortrag über das Zusammenspiel von Musik und Humor sowie einem Vortrag über die Pflege der Singstimme. Diese zusätzlichen Veranstaltungen im "a cappella"-Programm können auch ganz unabhängig von den Konzerten besucht werden und sind kostenlos.

Wettbewerb für den Nachwuchs

Am 27. und 28. April wird außerdem der 10. Internationale A-cappella-Wettbewerb Leipzig ausgetragen. In diesem Jahr präsentieren sich sechs, nach einer Vorauswahl nominierte Nachwuchsensembles dem Publikum und einer internationalen Fachjury. Zusätzliche Veranstaltungen wie ein Ensemble-Workshop oder der neue Wettbewerb "Show Case", bei dem sich die Wettbewerbsgruppen mit einem Kurzprogramm zusätzlich zur Wettbewerbsaustragung vorstellen, laden am 29. April dazu ein, den A-cappella-Nachwuchs noch einmal ganz anders kennenzulernen. Die Gewinner des Wettbewerbs treten dann beim "a cappella“-Abschlusskonzert am 30. April mit mehreren Gruppen der vorangegangenen Festivalkonzerte im Großen Saal des Gewandhauses zu Leipzig auf. Spätestens hier zeigt sich  die ganze Bandbreite und Strahlkraft der Vokalmusik, die das renommierte Festival jährlich abbildet und in die Stadt holt.

Über dieses Thema berichtet MDR KULTUR auch im Fernsehen : artour | 20.04.2017 | 22:05 Uhr

Zudem sendet MDR KULTUR das Abschlusskonzert des Festivals im Radio:

MDR KULTUR in Konzert | 02.05.2017 | 20:05 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. April 2017, 17:33 Uhr