Zwei ausrangierte Busse werden am 10.11.2017 in Berlin vor dem Brandenburger Tor aufgestellt.
In Dresden vor der Frauenkirche hatten die Busse für Proteste und Diskussionen gesorgt. Nun ist die Installation des deutsch-syrischen Künstlers Manaf Halouni aus Schrottbussen vor dem Brandenburger Tor zu sehen. Bildrechte: dpa

Installation als Mahnmal gegen den Krieg Dresdner Aleppo-Busse vor Brandenburger Tor

Zwei ausrangierte Busse werden am 10.11.2017 in Berlin vor dem Brandenburger Tor aufgestellt.
In Dresden vor der Frauenkirche hatten die Busse für Proteste und Diskussionen gesorgt. Nun ist die Installation des deutsch-syrischen Künstlers Manaf Halouni aus Schrottbussen vor dem Brandenburger Tor zu sehen. Bildrechte: dpa

Die Installation "Monument" des deutsch-syrischen Künstlers Manaf Halbouni steht seit Freitag vor dem Brandenburger Tor. Als Mahnmal gegen Krieg und Terror soll die Skulptur aus den senkrecht aufgerichteten Schrottbussen an den syrischen Bürgerkrieg erinnern, wo in Aleppo zum Schutz vor Heckenschützen Busse in ähnlicher Formation aufgestellt worden waren.

Zuvor Proteste in Dresden

Das Kunstwerk stand im Frühjahr dieses Jahres vor der Frauenkirche in Dresden und sorgte dort für heftigen Protest. Das "Monument" war im Vorfeld des Gedenkens an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg am 13. Februar installiert worden. Bereits bei der Einweihung gab es Tumulte aus dem Pegida-Umfeld. Die Kritiker sahen den historischen Platz und das Gedenken an die Zerstörung Dresdens gestört. Massiv angegriffen wurde auch Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert, den sogar Morddrohungen erreichten.

Debatte über demokratische Grundprinzipien soll weitergeführt werden

In Berlin ist die Skulptur Teil des 3. Berliner Herbstsalons, der vom Maxim Gorki Theater organisiert wird. Der Schirmherr der Aktion, Berlins Kultursenator Klaus Lederer, begrüßte den neuen Standort für die Installation. Das Kunstwerk werde an einem Ort aufgestellt, wo sich historische und aktuelle Linien bündeln, "die für die freiheitliche und demokratische Tradition, für die erkämpften und friedlich errungenen Freiheitsrechte stehen". Das Kunstwerk solle "uns in Gespräche und Austausch bringen darüber, wie Zerstörung, Leid und Krieg überwunden werden können und Versöhnung möglich ist", hatte Lederer betont. Für zwei Wochen wird die Installation zu sehen sein.

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kultur Kompakt | 10. November 2017 | 14:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. November 2017, 14:38 Uhr