Kurt-Masur-Platz, Moritzbastei
Der Kurt-Masur-Platz würde sich direkt vor der Moritzbastei befinden Bildrechte: IMAGO

Leipzig Kurt-Masur-Platz soll kommen

Kurt-Masur-Platz, Moritzbastei
Der Kurt-Masur-Platz würde sich direkt vor der Moritzbastei befinden Bildrechte: IMAGO

Die Stadt Leipzig soll einen Kurt-Masur-Platz erhalten. Wie die Stadtverwaltung am Mittwoch mitteilte, soll die Fläche zwischen dem zentralen Augustusplatz und der Universitätsstraße in Kurt-Masur-Platz umbenannt werden. Der Platz befindet sich neben dem Leipziger Gewandhaus, der Hauptwirkungsstätte des Dirigenten, zwischen City-Hochhaus und Moritzbastei,.

Die Verwaltungsspitze hatte sich schon zuvor für diese Ehrung ausgesprochen. Im Mai wird der Stadtrat darüber entscheiden. Der im Dezember 2015 verstorbene Dirigent ist Leipziger Ehrenbürger, den Namen "Masur" tragen bereits ein Saal in der Leipziger Musikschule und die Stiftung "Internationales Kurt Masur Institut". Zudem soll ab Juni die 3. Schule in Leipziger Südvorstadt nach dem Dirigenten benannt werden.

Prägend für Leipzig

Mit der Ernennungsurkunde als Ehrendirigent des Gewandhausorchesters unter dem Arm verläßt Kurt Masur nach dem Silvesterkonzert 1996 den Konzertsaal in Leipzig. Mit der Aufführung von Beethovens Neunter Sinfonie beendete Masur nach 26 Jahren seine Amtszeit als Gewandhauskapellmeister. Aus diesem Anlaß hatte ihn das Orchester als ersten Kapellmeister in der 250jährigen Geschichte des Hauses zum Ehrendirigenten ernannt.
Kurt Masur Bildrechte: dpa

1927 im niederschlesischen Brieg geboren, wurde Kurt Masur als Kapellmeister des Leipziger Gewandhauses (1970-1997) bekannt. In seine Zeit fällt auch der durch ihn vorangebrachte Neubau des Gewandhauses, das 1981 am heutigen Augustusplatz eröffnet wurde. Weitere Wirkungsstätten des international hochangesehenen Dirigenten waren New York, London und Paris.

Eine wichtige Rolle spielte Masur im Herbst 1989, als er gemeinsam mit fünf weiteren Leipzigern den Aufruf "Keine Gewalt!" verfasste, der zu einem gewaltlosen Ablauf der Montagsdemonstration vom 9. Oktober führte und damit die Friedliche Revolution maßgeblich prägte. Masur starb am 19. Dezember 2015 in den USA, sein Grab befindet sich auf dem Leipziger Südfriedhof.

Diese Fläche soll künftig "Kurt-Masur-Platz" heißen:

Über dieses Thema berichtet MDR KULTUR auch: im Radio | Kulturnachrichten | 05.04.2017 | 11:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. April 2017, 12:06 Uhr