Sanierungsplan
Zukunft für zwei Opel-Werke sicher
Die Opel-Werke in Bochum und Kaiserslautern sollen nach dem Willen des Mutterkonzerns General Motors (GM) erhalten bleiben. GM-Europachef Nick Reilly sagte am Dienstag bei Treffen mit den Ministerpräsidenten der beiden Ländern, Kurt Beck und Jürgen Rüttgers, dass die Werke eine "wichtige Rolle" spielten. Für das Werk in Kaiserslautern gebe es bereits einen mit den Mitarbeitern abgestimmten langfristigen Plan. Von Bochum hieß es, dass das Werk "ein wichtiger Standort" bleibe.
Entscheidung zu Eisenacher Werk am Mittwoch
Was mit dem Eisenacher ebenso mit dem Rüsselsheimer Werk passieren soll, wird am Mittwoch bekannt gegeben. Dann wird der Europa-Chef von GM, Nick Reilly, auch Thüringens Ministerpräsidentin Lieberknecht treffen. Doch während Reilly die anderen deutschen Standorte besuchte, muss Lieberknecht ins Opel-Stammwerk nach Rüsselsheim reisen, um zu erfahren, was GM mit Opel in Eisenach vor hat. Das Thüringer Wirtschaftsministerium erklärte auf Anfrage von MDR aktuell, sich im Vorfeld nicht äußern zu wollen.
Das Eisenacher Werk hat rund 1.700 Beschäftigte. Doch nicht nur diese Jobs sind bedroht. Würde das Werk geschlossen, würden nach Berechnungen des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) bundesweit bis zu 22.000 Arbeitsplätze wegfallen. Außerdem entstünden Steuerausfälle von rund 382 Millionen Euro.
10.000 Jobs sollen gestrichen werden
Das Eisenacher Werk ist das jüngste und modernste deutsche Opel-Werk. Es wurde 1992 eröffnet, dort wird der Kleinwagen Corsa gebaut. Andere europaweite Opel-Standorte sind Spanien, Belgien, Großbritannien und Polen. GM-Europachef Nick Reilly bestätigte am Dienstag erneut, dass europaweit bis zu 10.000 Opel-Stellen gestrichen werden sollen. Diese Größenordnung hatte auch der österreich-kanadische Automobilzulieferer Magna, der sich für den Kauf des Opel-Unternehmens interessiert hatte, anvisiert.
Überbrückungskredit wird zurückgezahlt
General Motors zahlte am Dienstag zugleich seine letzte Rate des Überbrückungskredites zur Sicherung von Opel zurück. Bundeskanzlerin Merkel bestätigte auf dem Arbeitgebertag, dass die Summe in Höhe von 400 Millionen Euro eingegangen sei. Insgesamt hatte GM vom Bund 1,2 Milliarden Euro erhalten, um eine Pleite von Opel zu vermeiden. Die Opel-Treuhand kann damit aufgelöst werden, Opel geht komplett an General Motors zurück.
Zuletzt aktualisiert: 24. November 2009, 22:28 Uhr


