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Knackiger Winter : "Cooper" lässt Temperaturen noch weiter fallen

Hoch "Cooper" zieht momentan von Ost nach West und bringt sibirische Gefrierschrank-Temperaturen zu uns. Vor allem in Polen und der Ukraine erfroren zahlreiche Menschen. In Tschechien zersprangen Bahnschienen durch den Frost. Der Höhepunkt der Kältewelle soll am Freitag erreicht werden.

In der Ukraine sind durch die große Kälte in den letzten Tagen bereits 30 Menschen gestorben. Die meisten von ihnen waren Obdachlose, die bei Temperaturen von bis zu minus 28 Grad auf den Straßen erfroren. Aus Polen wurden fünf weitere Tote gemeldet, insgesamt starben im Januar 27 Menschen den Kältetod. In Tschechien stieg die Zahl der Toten aud elf, in Rumänien und Litauen auf acht. In Bulgarien wurde wegen der frostigen Temperaturen in vielen Regionen die zweithöchste Warnstufe ausgerufen. In Estland, Lettland und Litauen baten die Behörden die Menschen, ihre Häuser möglichst nicht zu verlassen.

Kältester Ort Deutschlands in Sachsen-Anhalt

In Deutschland hat Hoch "Cooper" Mehringen in Sachsen-Anhalt mit minus 16 Grad Celsius den bundesweiten Minusrekord beschert. Im niederbayerischen Mallersdorf-Pfaffenberg lag die Temperatur bei minus 15,6 Grad nur knapp dahinter. In der Nacht zu Freitag muss flächendeckend mit zweistelligen Minusgraden gerechnet werden. Teilweise kann die Quecksilbersäule auf bis zu minus 20 Grad fallen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes gibt es derzeit einen "Winter der Extreme". Erst Mittelmeerflair mit wochenlang frostfreien Nächten und jetzt der abrupte Wechsel zu arktischen Verhältnissen - eine derartige Wetterkonstellation komme nur alle 20 bis 30 Jahre vor, betonten die Wetterfrösche.

Probleme im Zugverkehr gab es bislang offenbar nicht. Eine Bahnsprecherin sagte am Dienstag, der Kälteeinbruch habe den Zügen bislang nichts anhaben können. Die Verkehrslage sei stabil. Die Sprecherin betonte, das Unternehmen habe mehr Vorkehrungen gegen Schnee und Eis getroffen als in den Jahren zuvor. Zur Enteisung der Fernzüge seien sechs Anlagen installiert worden. Für die Nahverkehrszüge seien zusätzlich zu den Werkshallen acht Abtauzelte errichtet, 200 Heizlüfter angeschafft und 13 Waschstraßen mit Abtauanlagen nachgerüstet worden. Alle Strecken, auf denen regelmäßig Personenzüge fahren, seien mit Weichenheizungen ausgerüstet.


Unterkünfte für Obdachlose

Um wohnungslosen Menschen Schutz vor der eisigen Kälte zu gewähren, bieten viele Städte in Deutschland zusätzliche Unterkünfte an. Dresdens Sozialbürgermeister Martin Seidel sagte, die Stadt stelle sich auf einen erhöhten Bedarf ein. Selbst wenn die regulären Plätze belegt sein sollten, könne jedem Bedürftigen ein Notschlafplatz zur Verfügung gestellt werden.

Zusätzlich zu den 261 städtischen Plätzen für Obdachlose bieten in Dresden auch Kirchengemeinden zwischen 20 Uhr und 7 Uhr in ihren Nachtcafes Hilfe an. Hier gibt es einen provisorischen Schlafplatz, ein Getränk, eine warme Mahlzeit und ein Frühstück. Nach Informationen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe sind in den letzten 20 Jahren in Deutschland schätzungsweise mehr als 270 Wohnungslose erfroren.

Eisweinlese ist gestartet

An Saale und Unstrut hat am Dienstagmorgen die Eisweinlese begonnen. Auch im Kreis Weimarer Land sollen 200 Riesling-Weinstöcke auf dem Dachsberg in Kaatschen die Grundlage dieser Rarität liefern. Auf die richtige Temperatur für die Eisweinlese mussten die Winzer in dieser Erntesaison lange warten. Für Eiswein brauchen Winzer Temperaturen von unter Minus sieben Grad, aber keinen extremen Frost. Die Trauben müssen in gefrorenem Zustand geerntet und gepresst werden, um einen besonders hohen Zuckergehalt zu erreichen.

Zuletzt aktualisiert: 31. Januar 2012, 22:44 Uhr

1. Ilia:
Nun Schlu� mit der globalen Erw�rmung. Jetzt kommt eine globale Erk�ltung! :) Vielleicht mu� man mehr CO2-Aussto� machen und die unterste zul�ssige Grenze festlegen? :) Eine Plakette f�r Autos, die genug CO2 produzieren, und eine CO2-reiche Zonen beschildern, wo CO2-arme Autos nicht fahren d�rfen? :)
31.01.2012
17:21 Uhr

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