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300. Geburtstag des Preußenkönigs : Friedrich, der Feldherr und Flötenspieler

Der König der Preußen, Friedrich II., zählt zu den herausragenden Persönlichkeiten der deutschen Geschichte. Am 24. Januar 1712 wurde er geboren. Ihm zu Ehren finden das gesamte Jahr Jubiläumsfeiern statt. Auch in Mitteldeutschland hat der "Alte Fritz" seine Spuren hinterlassen.

Gemäldeansicht Friedrich des Großen als erfolgreichen Kriegsherrn.

Die Jubiläumsfeiern für den Preußenkönig Friedrich II. erstrecken sich über das gesamte Jahr, haben aber genau zum 300. Geburtstag am 24. Januar ihren Höhepunkt erlebt. In Potsdam, Berlin und Brandenburg fanden dazu zahlreiche Veranstaltungen statt. Am Grab des Monarchen vor dem Potsdamer Schloss Sanssouci wurden Kränze niedergelegt.

Feldherr und Flötenspieler

Beim Festakt im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt sagte Bundespräsident Christian Wulff, es stehe den Menschen nicht zu, den Stab über Friedrich zu brechen. Aber man sollte sich gleichzeitig hüten, einen Mythos zu pflegen. Wulff betonte, Friedrich der Große sei ein Vorbild und Trugbild in der preußischen Geschichte gewesen. Er habe in einem Moment eiserner Feldherr und im nächsten sanfter Flötenspieler sein können. Am Festakt nahmen auch Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit teil. Dieser verwies auf die religiöse Toleranz, die mit Friedrich dem Großen in der Politik Einzug gehalten habe.

"Happy Birthday, Friedrich" in Potsdam

Weniger ehrwürdig wird im Potsdamer Stadtzentrum des Alten Fritzen gedacht. Unter dem Titel "Happy Birthday, Friedrich" werden Ausstellungen und Konzerte geboten. Eine Audio- und Videoinstallation bietet ein "Rendezvous mit dem Ruhm". "Alte Köpfe - Neue Zöpfe" heißt zum Beispiel eine Ausstellung der Kunstschule Potsdam. Das Potsdamer Filmmuseum zeigt "Der falsche Fritz - Friedrich II. im Film". Die Sammlung geht der Frage nach, welches Bild in den mehr als 40 Filmen über den Alten Fritz gezeichnet wird. Höhepunkt im Friedrich-Jahr ist ab April die sechs Millionen Euro teure Schau "Friederisko. 300 Jahre Friedrich der Große" im Potsdamer Neuen Palais.

Der König der Preußen, Friedrich II. zählt zu den herausragenden Persönlichkeiten der deutschen Geschichte. Er nutzte Potsdam als zweite Residenz und ließ das Schloss Sanssouci bauen, das heute in aller Welt als Symbol für Potsdam und Friedrich II. steht. 1991 wurde der König endgültig seinem Wunsch entsprechend auf der Terrasse vor seinem Schloss Sanssouci beigesetzt.

Der Preußenkönig und Mitteldeutschland

Die Leistungen Friedrich II. reichen von dem eines aufgeklärten Königs bis zum skrupellosen Kriegsherrn. Sachsen lernte ihn als Eroberer kennen, Sachsen-Anhalt, dessen Gebiete teilweise zu Preußen zählten, sah in ihm den sorgenden Landesvater. Die unterschiedlichen Seiten des großen Preußenkönigs veranschaulicht eine zehnteilige FIGARO-Serie über den Alten Fritz in Mitteldeutschland. Geschichtsredakteur Stefan Nölke stellt hier Friedrich den Großen und sein Wirken in Mitteldeutschland vor. Die gesamte Reihe wird am 24. Januar nochmals als Feature gesendet.

Spezial | MDR FIGARO: Der Alte Fritz in Mitteldeutschland

Sein Geburtstag jährt sich am 24. Januar zum 300. Mal: Friedrich II. Er erschien als aufgeklärter König und skrupelloser Kriegsherr. Diese beiden Seiten des großen Preußenkönigs veranschaulicht eine FIGARO-Serie. [mehr]


Zuletzt aktualisiert: 24. Januar 2012, 22:23 Uhr

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Friedrich II.

auch Friedrich der Große oder der Alte Fritz genannt (24. Januar 1712 in Berlin geboren, gestorben am 17. August 1786 in Potsdam) Er war ab 1740 König in und ab 1772 König von Preußen sowie Kurfürst von Brandenburg.

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