Journal | MDR FIGARO | 01.06.2012 | Zum Nachhören : Ein Weltstar aus Aschersleben - Neo Rauch exklusiv im MDR FIGARO-Gespräch
In Aschersleben verbrachte der Künstler seine Kindheit und Jugend. Am 1. Juni 2012 eröffnete in der Stadt die "Grafikstiftung Neo Rauch" mit Sitz im Riegelbau im Bestehornpark. Im Gespräch mit MDR FIGARO-Kunstredakteur Andreas Höll wirft der Malerstar einen Blick zurück und erzählt außerdem von seinem neu entflammten Interesse an der Grafik und von seinen Motiven, die Stiftung zu gründen. Das Exklusiv-Interview können Sie hier nachhören und nachlesen.
Weltbekannt ist Neo Rauch als Leipziger Maler und später auch als Galionsfigur der Neuen Leipziger Schule geworden.
Zurück zu den Wurzeln
Doch bevor er an der Hochschule für Grafik und Buchkunst studierte , wuchs er - nach dem Unfalltod seiner Eltern - bei seinen Großeltern in Aschersleben auf. Diese Heimatverbundenheit ist auch der Grund, warum am 1. Juni 2012 in dem Städtchen Aschersleben ein eigenes Grafikmuseum zu seinen Ehren eingeweiht wurde: die "Grafikstiftung Neo Rauch" mit Sitz im Riegelbau im Bestehornpark.
MDR FIGARO-Kunstredakteur Andreas Höll traf vorab Neo Rauch zu einem ausführlichen Gespräch in seinem Leipziger Atelier.
Darin gibt der Künstler Auskunft über seine Kindheit in Aschersleben, seinen sehnsuchtsvollen Blick in Richtung auf den damals unerreichbaren Brocken, den "verdrucksten" anhaltinischen Dialekt im Gegensatz zum "spratzelnden Sächsisch" in Leipzig. Er spricht über sein neu entflammtes Interesse an der Grafik, die Lust und Last der Reproduktion, seine künstlerischen Vorbilder und nicht zuletzt die kuriose Entstehungsgeschichte seiner Grafikstiftung.
Stichwort: "Grafikstiftung Neo Rauch"
Bereits im vergangenen September hatte Rauch der Stadt im Salzlandkreis sein gesamtes grafisches Werk geschenkt. Eine Sprecherin der Stadt sagte, bis zur Eröffnung der Ausstellung solle die Stiftung ihre Arbeit aufgenommen haben. Die Werke werden ab Juni 2012 in einer Ausstellung im sogenannten Riegel-Bau des Bestehornparks in Aschersleben gezeigt, der derzeit für diese Zwecke ausgebaut wird.
Die Ausstellung soll sich im halbjährlichen Rhythmus verändern. Zudem ist ein Begleitprogramm geplant. So sollen etwa Lesungen und ein Gespräch zwischen Rauch und dem Filmemacher Rudij Bergmann stattfinden. Die Schenkung umfasst bislang 40 Arbeiten. Mit dem Künstler war seinerzeit vereinbart worden, dass er auch seine noch entstehenden Grafiken der Stadt überlässt.
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